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Ekaflor-Jahreshauptversammlung: Premium-Marke "1A-Garten" - gemeinsame Konzepte bei Sortimentsgestaltung, Einkauf und Werbung

Das Konzept der überregionalen Premium-Marke "1A-Garten" (sie ist exklusiv für Ekaflor-Mitglieder) stellte die Ekaflor auf ihrer Jahreshauptversammlung am 23. September 2009 vor. Es eigne sich insbesondere für Familienbetriebe mit regionalem Bezug, Eigenproduktion, hoher Fachkompetenz, Beratung und Serviceleistungen. Die Gärtnerei bleibe eigenständig, profitiere aber von gemeinsamen Konzepten bei Sortimentsgestaltung, Einkauf und Werbung, so Theresia Mair, Einkaufsleiterin für Gärtner. Mit "1A-Garten Zitzelsberger" in Ingolstadt eröffnete am 26. September 2009 der erste 1A-Garten.

Die Hauptversammlung der Ekaflor (Floristeneinkauf und Marketing GmbH & Co. KG) in Nürnberg informierte des Weiteren über Zukunftskonzepte und die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2008/2009. Die Ekaflor habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 mit 9,6 Prozent Umsatzsteigerung ein Wachstum erzielt. Die daraus resultierenden Erträge seien, nach eigenen Angaben, in Summe um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bedingt durch Investitionen in Betreuung und Zukunftskonzepte sei der Gewinn allerdings niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Das Mitgliederwachstum habe sich, der Einkaufsleiterin für Gärtner Theresa Mair zufolge, positiv entwickelt.

Der Schnittblumenmarkt sei 2008 leicht gestiegen, liege aber weiter unter dem Niveau von 2000, berichteten Theresa Mair und Frank Halbig, Einkaufsleiter für Floristen. Die Verbraucher hätten mehr Zimmerpflanzen gekauft. Nach eigenen Angaben seien die Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen seit 2003 um mehr als 15 Prozent gestiegen.

Weiterhin würden die Filialisten mit aggressiven Werbeangeboten versuchen, Marktanteile zu Lasten der bestehenden Fachgeschäfte hinzuzugewinnen.

"Die Blumenfachgeschäfte verloren seit 2000 elf Prozent Marktanteil bei Schnittblumen. Gewinner waren Gärtnereien und vor allem der Lebensmittelhandel. Verschärft wurde der Kampf um den Schnittblumenmarkt durch die Discounter Aldi und Lidl, die in die Vermarktung von Blumensträußen im Internet eingestiegen sind. So bietet zum Beispiel Aldi im Internet mittlerweile ein breites Sortiment an Fertigsträußen zum Muttertag an", informierten die Einkaufsleiter.

Bernadett Koch, Projektleiterin für Mäc Flowers, berichtete, dass die Dehner-Gartencenter mit "Dehner Kompakt"ein neues Konzept anbieten und die französische Kette "Happy" sei mit ihrem Filial- und Franchisekonzept für hochfrequentierte Standorte bereits in den deutschen Markt eingestiegen. Laut Theresa Mair stünden die eigene Positionierung und Profilierung durch Spezialisierung, besondere Kompetenz und geeignete Werbemaßnahmen im Vordergrund. Für den Fachhandel seien eine hohe Mitarbeitermotivation und das Anbieten besonderer Dienstleistungen für die Kunden wichtig.

Die Ekaflor halte mit dem "Mäc Flowers"-Konzept für hochfreqentierte Lagen als zweites Standbein für den Fachhandel und mit dem neuen "1A-Garten"-Konzept für gärtnerische Familienbetriebe mit hoher Fachkompetenz und Eigenproduktion Lösungen bereit, erläuterten Frank Halbig und Bernadett Koch.

Ekaflor zufolge, wurde die Dienstleis-tungspalette vergrößert. Sie bietet ihren Mitgliedern neben der Außendienstbetreuung auf Wunsch eine betriebswirtschaftliche Unterstützung, zum Beispiel mit Marktpotenzials-/Standortanalysen, Finanzierung und Kostenplanung, Controlling und Sanierung sowie Marketingberatung an. Die Mitglieder können einen Sekretariatsservice nutzen. Eine weitere neue Dienstleistung der Ekaflor ist die Sortiments- und Verkaufsflächenplanung durch Marion Illemann und Wolfgang Sell. Ein Shopmodul für Stauden und Gehölze, das monatlich wechselnd für die Mitglieder zusammenstellt werde, ist eine weitere Neuerung. Theresa Mair erläuterte zum Thema "wincard", dass Kartenkunden im Schnitt mehr kauften und höhere Spannen brächten. Die Karte verkaufe sich von selbst und bringe den Betrieben neue Erkenntnisse über ihre Kunden.

Über den aktuellen Stand der Mäc Flowers-Shops berichtete Projektleiterin Bernadett Koch, dass 2009 zwei neue Standorte (in Olpe und Krefeld) eröffnet wurden und acht weitere geprüft werden. Laut Frank Halbig, ist das Ziel des Trendausschusses, originelle und ausgefallene Artikel zu entdecken, die sich von der Masse abheben. Inzwischen gebe es Angebotspakete, die nach vier unterschiedlichen Kategorien zusammengestellt werden, auf die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder zugeschnitten.