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Energie: Arbeit in Netzwerken wichtig

Die Arbeit in Netzwerken entscheidet über die Umsetzungserfolge in den Betrieben. Das ist das Ergebnis des ersten Experten-Workshops zum Thema „Energie im Gartenbau – heute und in Zukunft“, der am 16. und 17. Juni in der Bildungsstätte Grünberg stattfand.

Die Teilnehmer des Experten-Workshops „Energie im Gartenbau – heute und in Zukunft“ setzen auf Netzwerke und überbetriebliche Zusammenarbeit. Foto: ZVG

Der Energieeinsatz ist und bleibt für den Gartenbau ein Dauerthema. Im Rahmen des Workshops diskutierten Teilnehmer aus der gartenbaulichen Praxis, Beratung und Wissenschaft sowie externe Fachleute den Energieeinsatz in den Gartenbaubetrieben.

Neue Herausforderungen ergeben sich aus der aktuellen Energiepolitik heraus, die einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien zum Ziel hat und Forderungen nach einem umfassenden betrieblichen Energiemanagement stellt. Anforderungen von Seiten des Handels manifestieren sich im so genannten CO2-Fußabdruck, den Paul Lampert von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fachgebiet für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe, thematisierte.

Steigende Energiepreise setzten die Betriebe darüber hinaus unter Druck. Georg Hanka schilderte eindrücklich seine Erfolge bei der energetischen Versorgung seines Unterglasbetriebes mit Hilfe von Wärmepumpen. Die Vorteile der Abwärmenutzung von einer Biogasanlage für seinen Gemüsebaubetrieb verdeutlichte André Busigel in der Diskussion.

Aktuelle Versuchsarbeiten zur Energieeinsparung in der Lagerhaltung wurden von Dominikus Kittemann vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee vorgestellt. Jutta Bauer vom Modell Hohenlohe – Netzwerk betrieblicher Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften – stellte die Methodik der Netzwerkarbeit vor. Betriebe werden durch die Zusammenarbeit in überbetrieblichen Netzwerken bei der Verbesserung ihres Energieeinsatzes unterstützt.

Von den Workshop-Teilnehmern wurden hier konkrete Anknüpfungspunkte für die Gartenbaubranche gesehen, um den Erfolg bei der Umsetzung neuester Erkenntnisse und Praktiken aus Wissenschaft und Versuchswesen zu erhöhen. Der Workshop wurde vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) im Rahmen des Projektes „Effizienter Energieeinsatz im Gartenbau“ durchgeführt.

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