TASPO GartenMarkt

Etwa 30 Prozent Umsatzverluste in den Gartencentern

Die Branche ist mehr als gebeutelt. Ende dieser Woche läuft es hoffentlich – ein noch nie da gewesener Wetterverlauf mit Schnee, Frost und fehlender Sonne zwingt Gärtner und auch den Handel in die Knie. Gartencenter ermitteln für das erste Quartal etwa 30 Prozent Umsatzverluste.

Das Frühjahrsgeschäft litt unter einer mangelnden Kundenfrequenz. Foto: Katrin Klawitter

Je pflanzenlastiger, desto höher gehen die Zahlen“, bedauert Peter Botz, Geschäftsführer Verband Deutscher Gartencenter. Auch die Zusatzsortimente leiden, wie Erde, Dünger, Gefäße. Nachbestellungen seien so gut wie ausgeblieben, nur die Erstbestückung war erfolgt. Es fehlte neben niedrigeren Durchschnittsbons auch die Kundenfrequenz.

„Alle Geschäfte klagen darüber, dass es gedämpft ist, bei unserer Branche ist es aber am schlimmsten.“ Das Primel- und Osterglockengeschäft ist in der Masse bekanntlich nach Ostern vorbei. 2013 sei nach dem ersten Quartal als Katastrophenjahr einzuschätzen.

Terminkredite mit einer Laufzeit für wenige Wochen und Monate seien eine Antwort, mit der zumindest der Handel ganz gut leben könne. Besonders betroffen seien aber Produzenten: Sie müssten Heiz- und Energiekosten so hoch wie selten, bei wenig Sonne, die tagsüber für Erwärmung hätte sorgen können, ausgleichen. Die gesamten Grundkosten seien da.

„Da tut es richtig weh, wenn keine Umsätze kommen.“ Die Hoffnung richtet sich nun auf stabiles, gemäßigtes Wetter, das die Frühjahrssaison noch etwas in die Länge ziehen könnte. Schlimm wäre, wenn der Winter sofort in den Sommer mit einer starken Nachfrage nach B&B übergehen würde. Darauf ist die Produktion nicht vorbereitet.

Lesen Sie mehr zum „Thema der Woche“ in der aktuellen TASPO Ausgabe 15/2013. (rve)