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„Eye-Tracking“ im Großen Garten

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Fast eine Woche dienten die Herrenhäuser Gärten als Bühne für ein neuartiges Forschungsprojekt. Die Hochschule Osnabrück analysierte dank einer Video-Brille (mobiles Eye-Tracking), wie sich der Nutzer durch den Grünraum bewegt und wohin er blickt.

Dank Eye-Tracking-Brille wird offensichtlich, wie sich Besucher durch die Herrenhäuser Gärten bewegen. Foto: Hochschule Osnabrück

Herrenhäuser Gärten: Eye-Tracking analysiert Orientierung

Professor Dirk Junker zeichnet für die Studie der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur verantwortlich. Für die Studie hielten Besucher der Herrenhäuser Gärten her. Sie betraten das Areal für 30 Minuten, ausgerüstet mit der Eye-Tracking-Brille, die nicht nur das Blickfeld der Gäste filmte, sondern auch Augenbewegungen registrierte und Gespräche über das Gesehene aufzeichnete.

Die Videos geben wichtige Hinweise, wie sich der Nutzer in den Herrenhäuser Gärten orientiert. Dabei erfolgt die Auswertung völlig anonymisiert. „Wir erwarten wertvolle Tipps zur Verbesserung unserer Wegweisung im Großen Garten“, erklärt Direktor Ronald Clark.

Versuchsreihe zur Bedeutung des Wandelns in Garten- und Parkanlagen

Die Versuchsreihe in den Herrenhäuser Gärten mit insgesamt circa 40 Probanden ist der Auftakt zu einer umfangreicheren Studie, in der die Bedeutung des Wandelns in Garten- und Parkanlagen im kulturhistorischen Kontext untersucht wird.

Das Forschungsprojekt wird von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur finanziert und untersucht nach dem barocken Garten von Herrenhausen beispielsweise den
weltbekannten englischen Landschaftsgarten in Stourhead.