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F 500 nominiert für Deutschen Zukunftspreis

Die Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - ist eine öffentliche Anerkennung und große Auszeichnung für die Entwicklung des Pflanzenschutzwirkstoffs F 500 der BASF Aktiengesellschaft. Landwirte in aller Welt setzen Produkte auf Basis dieses Fungizids ein, um ihre Kulturen vor Pilzbefall zu schützen.

Erfolgreich bekämpfen sie damit Pflanzenkrankheiten wie zum Beispiel Rost in Sojabohnen, Spelzenbräune im Getreide oder Mehltau in Reben. Die Besonderheit von F 500: Der Wirkstoff stärkt auch die Vitalität und Gesundheit von Kulturpflanzen, indem er ihren Stoffwechsel positiv beeinflusst. Damit werden Qualität und Ertrag der Ernte verbessert. Jüngster Erfolg ist der Einsatz von Produkten mit F 500 im Sojaanbau in Brasilien und in den USA gegen den Asiatischen Sojarost. Für das Jahr 2005 erwartet BASF einen Umsatz mit Produkten, in denen F 500 als Mischungspartner vorkommt, von über 400 Millionen Euro.

F 500 ist das Ergebnis einer systematischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei der BASF. Ausgangspunkt war eine Substanz, mit der sich der Kiefernzapfenrübling, ein kleiner Waldpilz, seine Nahrungskonkurrenten, also andere Pilze, vom Leib hält. Dieser pilztötende Naturstoff, das Strobilurin A, war Ende der 70er Jahre an deutschen Universitäten entdeckt, hinsichtlich seiner fungiziden Wirkung untersucht und in seiner chemischen Struktur aufgeklärt worden. Die Chemiker konnten die Struktur von Strobilurin A, das für den Einsatz in der Landwirtschaft zu empfindlich gegenüber Licht und Sauerstoff ist, ohne Verlust der biologischen Wirkung in vielfältiger Weise verändern. Auf diese Weise entstand die neue Stoffklasse der Strobilurine mit einem neuartigen Wirkmechanismus. Strobilurine richten sich sehr gezielt gegen die pilzliche Sporenkeimung und hemmen eine bestimmte Stufe der Zellatmung. Damit zeigten sie eine große Wirkungsbreite gegen Schadpilze bei gleichzeitiger hoher Umweltverträglichkeit.

Bereits in Gewächshausstudien waren Verbindungen aufgefallen, die neben guter Wirkung gegen Pflanzenkrankheiten zusätzlich eine intensiv grüne Färbung der behandelten Pflanzen bewirkten. Im Jahr 2002 brachte die BASF mit F 500 eine Verbindung auf den Markt, die im Hinblick auf das angestrebte Forschungsziel neue Normen setzte. In den wesentlichen landwirtschaftlichen Kulturen bekämpfte sie alle relevanten Pilzkrankheiten. F 500 stärkte die pflanzeneigenen Abwehrkräfte gegen unterschiedlichste Einflüsse und erhöhte somit deutlich die Leistungsfähigkeit der Pflanze.

Diese physiologische Optimierung bewirkt F 500 über drei verschiedene Mechanismen: Einmal ermöglicht die Reduzierung der reaktiven Sauerstoffradikale der Pflanze, sich besser an die verschiedenen Stressfaktoren anzupassen. Eine weitere Rolle in der Stressbekämpfung spielt die Hemmung der Ethylenproduktion. Sie verlängert das Leben der Pflanze und damit die Zeit für die Assimilation der Ertragskomponenten. Drittens fördert F 500 die Nitratreduktase. Damit wird die Stickstoffassimilation der Pflanze gesteigert und zusätzlich die Anfälligkeit für Bakterien- und Virenbefall reduziert.