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Floradecora 2018: Marktplatz für neue Geschäftskontakte

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Frischblumen und Pflanzen sind in – nicht nur beim Verbraucher, sondern auch als frische Produktinszenierung in der Schaufenster- und Ladengestaltung. Die internationale Ordermesse Floradecora in Frankfurt befeuert diesen Trend als effektiver Marktplatz für neue Geschäftskontakte.

Dümmen Orange hat sich für die Floradecora 2018 bereits wieder registriert. Foto: Dümmen Orange

„Mit der Floradecora wollen wir dem aktuellen Strukturwandel in der internationalen Blumenindustrie einen guten Nährboden für mehr Wachstum geben“, sagt Eva Olbrich, Leiterin Floradecora und Christmasworld bei der Messe Frankfurt Exhibition GmbH. Für die zweite Ausgabe der Ordermesse für Frischblumen – vom 26. bis 29. Januar 2018 – haben sich bereits über 30 Aussteller registriert.

Darunter sind zum Beispiel Anthura, Chrysal, Dümmen Orange, FleuraMetz, Goedegebuure Natural Decorations, Heembloemex Deco, LG Flowers oder Zentoo. „Außerdem freuen wir uns, dass wir mit Beteiligungen aus Dänemark, Spanien und Ecuador internationaler werden“, sagt Olbrich. Nach den positiven Erfahrungen bei der Premiere wird das Hallenkonzept, das Angebot und Nachfrage effizient zusammenführt, ganz auf die Bedürfnisse der Branche ausgerichtet. Darüber hinaus soll es noch mehr Workshops beim begleitenden Vortragsprogramm geben. Dadurch soll der Mehrwert für alle Marktteilnehmer  noch klarer erkennbar werden.

Durch die parallel stattfindende Christmasworld, internationale Leitmesse für saisonale Dekoration und Festschmuck, ist der Zugang zu internationalen Facheinkäufern aus unterschiedlichen Handelsformen gewährleistet. So erreichten zur Premiere der Floradecora im Frühjahr 2017 insgesamt 67 Anbieter mehr als 10700 Facheinkäufer der drei parallelen Fachmessen Christmasworld, Paperworld und Creativeworld.

Neues Wachstumspotential generieren

Gefragt sind pflegeleichte wie langlebige Produkte, die Lust machen, sich mehr frisches Grün nach Hause zu holen oder zu verschenken. Um diese gestiegene Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig neues Wachstumspotential zu generieren, sucht die Blumenindustrie nach neuen Vertriebskanälen. Diese Entwicklungen greift die Messe Frankfurt mit der Floradecora auf.

Das innovative Messekonzept stellt die frische Ware in den Mittelpunkt und führt die Facheinkäufer über eine intuitive Produktauswahl zu den passenden Blumen-/Pflanzenzüchtern und -produzenten, Blumengroßhändlern, Importeuren/Exporteuren, Vertriebskooperationen, Genossenschaften und Zulieferer von Keramik und Floristenbedarf.

Zentraler Bestandteil der Floradecora ist die intuitive Besucherführung über die Präsentationstische, die das Produktangebot an Blumen und Pflanzen zeigen. Das soll 2018 noch deutlicher umgesetzt werden. Denn die Tische, die jeweils eine Blumen- oder Pflanzensorte der unterschiedlichen Anbieter zeigen, werden dann rechts und links vom Hauptboulevard entlang angeordnet. So stoßen die Facheinkäufer unmittelbar auf das komplette Produktangebot, das zudem den direkten Vergleich der Frischware ermöglicht.

Die Präsentationstische haben die Funktion des „Türöffners“ für die Anbieter: Auf jedem Tisch befinden sich Vasen, die mit dem Namen der Züchter, Blühzeit und weiteren wichtigen Informationen ausgezeichnet sind. Überzeugt Farbe und Qualität im Vergleich, holen sich die Fachhändler zusätzliche Informationen beim passenden Anbieter in den Flowercircles und gehen dort ins Ordergespräch.

Die Flowercircles sind kreisförmige Stände, die die Messe Frankfurt den Ausstellern in drei verschiedenen Größen bezugsfertig anbietet. Der Standbau bleibt den Ausstellern erspart. Sie müssen sich lediglich um ihre individuelle Produktpräsentation im Inneren des Circles kümmern. Und auch für die Präsentationstische sorgt der Veranstalter für einen Full-Service: Die Aussteller senden nur ihre Produkte. Das komplette Handling, wie die Organisation und Bestückung der Vase oder die tägliche Versorgung der Pflanzen mit Wasser übernimmt die Messe Frankfurt. Über dieses Konzept haben die Aussteller die Möglichkeit, in der Halle omnipräsent zu sein – selbst mit dem kleinsten Circle.

Zusätzlich finden die Besucher Zubehörartikel in großer Auswahl in den Regalständen (Wallstands) entlang der Halle.

Neue Geschäftskunden erreichen

Das „Farmhaus“ als zentraler Treffpunkt und Weiterbildungsforum verwandelt sich zur zweiten Auflage der Floradecora in einen Bayerischen Stadl mit zünftigen Biergartenflair. Es wird künftig am Eingang der Halle 11.1 im Übergang zum Portalhaus zu finden sein. Ein Weiterbildungsprogramm vermittelt dort das nötige Wissen zur einfachen Integration der frischen Ware ins Sortiment. 2018 soll das Programm noch mehr Workshop-Charakter erhalten. Darüber hinaus sind fokussierte Themen-Angebote an den einzelnen Tagen geplant – für Gartencenter (Freitag und Samstag), für Floristen (Sonntag) und für den Volumen- / System- oder Dekorationshandel (Montag).

Zusätzlich können sich die Besucher in der Concept Area Inspiration für die Präsentation am Point-of-Sale holen. Auch dieses Konzept wird für 2018 noch weiter ausgebaut, um den Besuchern mehr Impulse zu geben.

Die Floradecora schafft mit dem Ausstellungskonzept eine gute Verbindung zwischen frischen Blumen und saisonaler Dekoration: Blumen- und Pflanzenzüchter, Produzenten, Blumengroßhändler, Importeure/Exporteure, Vertriebskooperationen oder Konfektionierungsbetriebe erreichen mit der bereits vorhandenen, sehr heterogenen Besucherzielgruppe der Christmasworld neue Geschäftskunden, die ein für sie neues Angebot vorfinden. „Damit wollen wir dem Handel frische Impulse liefern, denn die Vermischung von Sortimenten ist immer mehr gefragt“, sagt Eva Olbrich. Zu den internationalen Einkäufern zählen der Blumengroßhandel, Floristikbetriebe, Gartencenter, Baumärkte, Supermärkte und Discounter, Möbelhandel, Lebensmittelhandel, Gastronomie und Hotellerie, Shoppingcenter und Stadtmarketing sowie Event-Agenturen, Dekorationsunternehmen und Visual Merchandising.

Wer sich das innovative Messekonzept im Detail anschauen möchte, kann auf eine virtuelle Tour durch die Halle 11.1 gehen. Der 360°-Rundgang auf floradecora.messefrankfurt.com/virtualtour durch die Floradecora 2017 liefert außerdem zu jedem Aussteller Informationen zum angebotenen Portfolio inklusive Ansprechpartner.

Dümmen Orange ist wieder dabei

Laut Besucherbefragung haben 92 Prozent der Fachbesucher der Floradecora 2017 ihre Messeziele erreicht. 70 Prozent waren Top-Entscheider für Einkauf und Beschaffung. Dementsprechend waren auch die Aussteller mit der Besucherqualität und der Anzahl der Neukontakte zufrieden.

Auch der Züchterverbund Dümmen Orange hat sich nach erfolgreicher Messeteilnahme in diesem Jahr für 2018 wieder registriert. Dafür nennt Marketing-Manager Rokus Hassefras vier Gründe: „Erstens fühlen wir uns als Branchenführer verpflichtet, dabei zu sein. Zweitens haben wir es auf dieser Messe mit neuen Konzepten und Kunden zu tun. Drittens nutzen wir das Format Floradecora, um unsere Kunden mitzunehmen und gemeinsam mit ihnen Branchen zu begegnen, die bisher keine Blumen oder Pflanzen eingekauft haben. Und viertens hat die Messe Potential durch ihre Nähe zur Christmasworld. Wir wollen hier Einkäufer von Supermärkten und Gartencentern treffen, die ohnehin auf der Christmasworld unterwegs sind und beim Besuch unseres Stands erkennen, dass auch wir Geschenkartikel für Weihnachten haben.“

Das Engagement bei der Premiere des neuen Marktplatzes für Frischblumen, Pflanzen und vorkonfektionierte Arrangements habe sich gelohnt und soll bei der zweiten Auflage der Ordermesse seine Fortsetzung finden. Dümmen Orange ist mit der angestammten Klientel weitergekommen und hat verschiedenste neue Geschäftskunden kontaktiert. „Wir konnten nicht nur Vertreter von Supermärkten für unsere Produkte und was man damit machen kann, interessieren, sondern auch von Möbelhäusern, Gastronomiebetrieben, Stadtmarketing- und Eventagenturen.“

Sonja Dümmen, die das Marketing vom deutschen Standort Rheinberg aus steuert, sieht genau darin die besondere Stellung der Floradecora: „Wir zeigen hier nicht nur Blumensorten, sondern Ideen zur Umsetzung, Verpackung und Gestaltung. Wir verlassen die angestammten Pfade der B-to-B-Branche und führen Hotels, Büros, Kosmetikgeschäften und Bekleidungshäusern vor Augen, dass Blumen als Dekor Verkaufsflächen beleben und etwas Schönes zum Verschenken sind.“

Gefragt: schöne und einfache Blumenangebote

Auf Zustimmung stießen bei den Neukunden vor allem Ideen mit Blumen und Pflanzen, die sich gut verkaufen lassen. Allen voran Präsentationslösungen, die leicht im Handling und bestechend in ihrer Wirkung sind. „Die großen Bouquets gehen den Neukunden zu weit“, sagt Rokus Hassefras, „attraktiv sind einfache und verständliche Angebote, einfach zu pflegen und zu handhaben, mit denen auch Ungeübte zurechtkommen.“

Ein Beispiel dafür sei „Jewels“, hochwertig verpackte Blumenzwiebeln, die einem Farb- und Präsentationskonzept im Confiserie-Look folgen. Jede Farbe hat ihren eigenen Karton: Die Tulpen einen roten, die Narzissen einen gelben, Amaryllis einen goldenen oder einen schwarzen – im Fall einer mit Wachs umhüllten Zwiebel, die überhaupt keiner Pflege bedarf.

Eine andere unkomplizierte Geschenkidee sind fertige Blumen/Vasen-Arrangements im Geschenkkarton. „Es sind einfache Konzepte, die neue Kunden in ihren Geschäften stehen sehen“, betont Marketingfachmann Hassefras nochmals, „Konzepte, für die man im ersten Schritt keine Floristen-Kenntnisse braucht.“

Weitere erfolgreiche Qualitätskonzepte für Blumen und Pflanzen gibt Sonja Dümmen auch in einem Interview in der nächsten Ausgabe von TASPO GartenMarkt.