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FloraHolland: 7,4 Millionen Euro Verlust durch veränderte Absatzstrukturen

Die Koninklijke Coöperatieve Bloemenveiling FloraHolland schließt das Jahr 2013 mit einem Verlust von 7,4 Millionen Euro ab – und das, obwohl der Verkauf von Blumen und Pflanzen dem Vermarkter zufolge ein Umsatzplus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Ursache für den Verlust seien die schnellen Veränderungen in der Absatzstruktur, meldet FloraHolland. 

Die Versteigerungseinkünfte von FloraHolland sinken, weil sich immer mehr Züchter für den Direktabsatz entscheiden. Foto: FloraHolland

So würden sich die Produzenten immer häufiger für den Direktverkauf anstelle des Absatzes über die Versteigerungsuhr entscheiden, erklärt der Vermarkter. Das habe zur Folge, dass die Versteigerungseinkünfte sinken – eine Entwicklung, die laut FloraHolland innerhalb der regulären Betriebsführung nur unzureichend aufgefangen werden konnte. Das Unternehmen habe daher Maßnahmen ergriffen, die das Betriebsergebnis innerhalb absehbarer Zeit wieder auf das erforderliche Niveau anheben sollen.

Darüber hinaus habe sich auch die Insolvenz von zwei großen Handelsunternehmen zu Beginn des Jahres 2013 negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Außerdem sei eine Abwertung von Baugrundstücken in Höhe von zehn Millionen Euro erfolgt, meldet FloraHolland.

2013 wurde laut einer Presseinformation des Vermarkters ein Jahresumsatz von insgesamt 4,5 Milliarden Euro erzielt, was einer Umsatzsteigerung von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Das Volumen der verkauften Blumen und Pflanzen ging dagegen von 12,5 auf 12,4 Milliarden Stück zurück. FloraHolland zufolge ist der Umsatzanstieg in erster Linie auf einen höheren Durchschnittspreis zurückzuführen.

„Die europäischen Verbraucher sind unseren Produkten im schwierigen Jahr 2013 treu geblieben. Ich bin mir sehr wohl der Tatsache bewusst, dass ich dabei vom großen Ganzen spreche“, kommentiert Lucas Vos, Vorsitzender der Geschäftsführung, das Ergebnis. „Natürlich können die Ergebnisse unserer einzelnen Mitglieder sehr unterschiedlich sein, und viele Unternehmen dieses Sektors haben schon seit Längerem ordentlich zu kämpfen. Zwar verfügen die Niederlande als Mittelpunkt der Zierpflanzenzucht über eine solide Struktur, aber wir werden auf der Grundlage dieses starken Fundaments weiterhin auf die aktuellen Entwicklungen am Markt reagieren müssen“, so Vos weiter.

Auf die sich wandelnden Marktbedingungen reagiert FloraHolland in erster Linie mit seinem Umstrukturierungsprogramm Kompass, das unter anderem Anpassungen bei den Kosten, Dienstleistungen und der gesamten Unternehmensorganisation umfasst. Allerdings können Kunden und Mitglieder nicht auf Anhieb erkennen, wohin die Reise geht, räumt FloraHolland ein.

Deshalb habe das Unternehmen „FloraHolland 2020“ gestartet – „eine ausführliche Beschreibung der Strategie, um sowohl innerhalb der Branche als auch innerhalb des Unternehmens für Klarheit zu sorgen und die Richtung aufzuzeigen“, wie FloraHolland auf seiner Webseite schreibt. (ts)