TASPO GartenMarkt

FloraHolland: Standortschließung nicht ausgeschlossen

, erstellt von

Nach Bleiswijk einen zweiten Versteigerungsstandort zu schließen, hält FloraHolland-Direktor Lucas Vos für denkbar. Beschlossen sei dies jedoch noch nicht. Dies hatte er in einem Interview mit dem niederländischen Radio BNR geäußert, das Vakblad voor de Bloemisterij berichtete darüber.

Bereits geschlossen: die Versteigerungsuhr in Bleiswijk. Foto: FloraHolland

Gute Preisfindung wichtiger als Kosteneinsparungen

Eine gute Preisfindung sei für Produzenten wie für Kunden wichtiger als Kosteneinsparungen, fügte er demnach hinzu. Auch ganz ohne Versteigerungsuhr in der Zukunft auszukommen, müsse möglich sein. Sie sei in der Vergangenheit, als alle Waren über die Uhr gehandelt wurden, ein gutes Instrument gewesen.

Heute werde die Preisfindung immer unberechenbarer, da Blumen und Pflanzen immer häufiger über andere Absatzwege gehandelt werden. Nur noch 30 Prozent der Pflanzen würden über die Uhr versteigert. Einige Kunden würden die Pflanzenversteigerungsuhren künftig für nicht mehr nötig halten. Schnittblumen seien dagegen ein Geschäft, bei dem es um täglich frische Ware gehe, was deutlich mehr Druck am Markt erzeugt. Da werde die Uhr oder ein ähnliches Instrument dringender gebraucht.

FloraHolland-Kunden fixiert auf ihren Standort

Das niederländische Versteigerungssystem stamme aus einer Zeit, als es mehr Nachfrage als Angebot gab. Seit der Wirtschaftskrise gebe es diesen Zustand nicht mehr, so Vos. Deshalb müsse man sich fragen, ob die Versteigerungsuhr noch das richtige Marktinstrument ist. FloraHolland-Kunden seien meist auf ihren Standort fixiert. Ein Abschaffen der Uhr bedeute jedoch nicht, dass weniger Gebäude gebraucht würden. Aber es könne Einsparungen im Verkehr zwischen den Standorten geben.

Nach dem Ende der Versteigerung in Bleiswijk und nachdem das Gelände zum Verkauf steht, hatte FloraHolland zum 1. Juli auch die Logistikaktivitäten an diesem Standort eingestellt. Betroffen davon sind die Annahme, Säubern und Ausgabe von Verpackungen, das Leergutlager und CC-Containerdepot. Ziel ist, die Kosten weiter zu senken. Sämtliche Prozesse sollen an anderen Standorten integriert werden.