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Flowertray: Branchenlösung zum Ersatz von Einweg-Pflanzentrays

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Jährlich verursacht der Pflanzenhandel eine große Menge an Plastikmüll, vor allem durch Einweg-Pflanzentrays zum Transport. Mit dem Flowertray, einer europäischen Mehrweglösung, soll der Plastikmüll in der Pflanzenindustrie deutlich verringert werden.

Millionen von Einwegtrays landen jährlich im Abfall. Mit Flowertray soll dem entgegengewirkt werden. Foto: Stiftung Initiative Mehrweg

Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Die Kritik an den Einweglösungen im Pflanzenhandel wurde zuletzt immer lauter. Vor allem die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wies die Öffentlichkeit immer wieder darauf hin, dass durch den Transport von Pflanzen jährlich rund 39 Millionen Pflanzentrays aus Plastik im Abfall landen. Auf Initiative verschiedener europäischer Unternehmen der Blumen- und Pflanzenbranche sowie von Branchenverbänden und Vermarktern startete im März das Projekt „Flowertray“. Hier soll die Möglichkeit eines Mehrwegsystems auf europäischer Ebene untersucht werden. Ziel sei es neben der Einsparung von Ressourcen und der Abfallvermeidung, auch den CO2-Ausstoß zu verringern. Mit der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) wurde ein neutraler Moderator des Projekts gefunden.

Kein signifikanter Marktanteil von Mehrweglösungen

Seit März haben sich mittlerweile rund 70 Branchenvertreter gefunden, die regelmäßig an den virtuellen Sitzungen der Arbeitsgruppen und im Lenkungsausschuss teilnehmen. Finanziert werde das Projekt rein durch Spenden aus der Branche, wodurch ein deutliches Bekenntnis der Projektteilnehmer für das Ziel einer europäischen Branchenlösung unterstrichen wird. Trotz einiger Projekte von Marktteilnehmern konnte bislang noch kein signifikanter Marktanteil einer Mehrweglösung verzeichnet werden, heißt es von Seiten der SIM, vielmehr läge der Anteil von Einweglösungen immer noch bei über 95 Prozent.

Praxiserfahrungen für europäische Lösung  

Nachdem die erste Evaluierungsphase abgeschlossen worden ist, wurde ein erster Abschlussbericht vorgelegt. Daraus geht noch einmal hervor, dass der Mehrwegpool von einem oder mehreren Pooloperatoren betrieben werden solle. Es solle zudem keine organisatorische Anbindung an einen Vermarkter oder anderen Marktteilnehmern bestehen. Vorschläge für potentielle Poolbetreiber werden in den nächsten drei Monaten zu erwarten sein. Bestehende Mehrwegsysteme werden auf die Möglichkeit zur Einbindung in das Flowertray System geprüft. Die Typenvielfalt soll auf maximal zwölf Größen der Normpack Tray-Grundmaße 200, 300, und 400 reduziert werden. Konkrete Vorschläge sollen im September 2021 zu erwarten sein. Durch verschiedene Tests sollen aktuell Praxiserfahrungen gesammelt werden. Im August soll das Projekt schließlich fortgesetzt werden, um eine europäische Lösung zu finden.

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