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Foliengewächshäuser: UV-Durchlässigkeit verbessert Ausfärbung bunter Salate

Wie wirkt sich eine Eindeckung mit F-Clean-Folie auf die Ausfärbung bunter Salate aus? Ergebnisse dazu finden sich im aktuellen Infodienst des Forschungsverbundes „ZukunftsInitiative Niedrig-Enerige-Gewächshaus – Zineg“. Am Standort Schifferstadt wurden demnach Foliengewächshäuser mit unterschiedlich starker Isolierung errichtet. 

Unterschiedlich ausgefärbte und kompakte Salate des Versuchs. Von l.n.r.: Haus 3 (F-Clean Doppelfolie mit Energieschirm, Stehwandrollschirm und Tageslichtschirm), Haus 2 (maximalisolierte Variante mit PE-Doppelfolie und zwei Verdunkelungsschirmen) und Haus 1 (Standardvariante mit PE-Doppelfolie und Energieschirm). Foto: W. Graf, KTBL

Alle drei Häuser sind mit Doppelfolie eingedeckt. In Haus 1 und 2 erfolgt die Kultur unter PE-Folie und in Haus 3 unter F-Clean Folie. Von der höheren Durchlässigkeit für UV-Strahlung wird eine bessere Ausfärbung der Kulturen erwartet. Neben der UV-Strahlung wirkt sich selbstverständlich auch die Lichtdurchlässigkeit der gesamten Gewächshauskonstruktion auf die qualitative und quantitative Qualität der Kulturen aus. Haus 2 ist als maximalisolierte Variante mit doppelten Verdunkelungsschirmen ausgestattet, welche auch im zusammengerafften Zustand den Lichteinfall deutlich mindern.

Die Versuche erfolgten im Herbst 2010 mit vier Salatsorten und vier Wiederholungen im gewachsenen Boden auf schwarzer Mulchfolie (Pflanzabstand 40 mal 30 Zentimeter) nach Biolandrichtlinien. Gedüngt wurde Vinasse mit 3,5 Gramm Stickstoff pro Quadratmeter.

Die Sorte ‘Fenston’ (grüner Kopfsalat) zeigte den kompaktesten Aufbau in Haus 3. Deutlicher fielen die Unterschiede bei den Salaten mit Rotanteil (‘Piman’, dunkelroter Eichblattsalat; ‘E 19.0821’, hellroter Eichblattsalat; ‘Teodore’, roter Kopfsalat) aus. Eindeutig war der Unterschied bei der Sorte ‘Piman’ zwischen Haus 2 mit unter zehn Prozent Rotanteil zu 50 Prozent Rotanteil in Haus 3. Im Vergleich zu Haus 1 lag der Rotanteil der F-Clean-Variante immer noch um rund 20 Prozent höher. Bei den anderen Sorten lag der Rotanteil in Haus 3 im Vergleich zu den anderen Bedachungsvarianten immer um mindestens zehn Prozent höher. Neben der Ausfärbung wurde die Kompaktheit der Salate von der höheren Strahlungsdurchlässigkeit in Haus 3 deutlich gefördert.

Ergänzend fand im Sommer 2011 ein Demonstrationsversuch statt. Die besseren Qualitäten in Haus 3 sind neben der höheren Strahlungsdurchlässigkeit auch auf eine höhere Durchlässigkeit für UV-B Strahlung zurückzuführen.

Diese Ergebnisse werden in den kommenden Versuchen zu überprüfen sein. Ob der höhere Investitionsaufwand in die teurere F-Clean Folie durch die höherwertige Qualität und die längere Lebensdauer der Folie ökonomisch sinnvoll ist, wird von der ökonomischen Begleitforschung untersucht.

Weitere Informationen zum Forschungsverbund Zineg finden sich im Internet unter www.zineg.de. (zineg)