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Frische Blumen - auch eine Frage der Dosis: Umfrage zeigt Defizite beim Umgang mit Blumenfrischhaltemitteln

Die Wirksamkeit und Vorteile von Blumenfrischhaltemitteln (BFH) für Schnittblumen sind in Fachkreisen unbestritten. Doch wie eine Umfrage der Fachhochschule Weihenstephan aufzeigte, sind die üblichen Verpackungsgrößen für gebundene Sträuße oft nicht ausreichend, und eine ungenaue Dosierung der Wassermenge führt zu falsch konzentrierten Blumenfrischhaltemitteln. Verbraucher weisen ein deutliches Informationsdefizit bezüglich Nutzen und Wirkung von BFH auf.

Ein Potenzial für Frischhaltemittel zum Nachfüllen der Vasen beim Kunden ist deutlich zu erkennen, so die Anregung und das Fazit der Untersuchung von Sabine Klotz, Dieter Neumaier, Klaus Menrad und Rolf Röber, Fachhochschule Weihenstephan/Forschungsanstalt für Gartenbau.

Wie die Umfrage zeigte, wird die geforderte Frischhaltekette bei Schnittblumen beim Verbraucher in den meisten Fällen nicht fortgesetzt. Im Rahmen einer Privatkundenbefragung wurden dabei 250 zufällige Probanden in Blumenläden, Gartencentern und auf der Landesgartenschau Burghausen (Bayern) zu verschiedenen Aspekten rund um die Schnittblumenfrischhaltung persönlich interviewt.

Diese Primärerhebung, die laut Wissenschaftler nicht repräsentativ für alle Blumenkäufer in Bayern ist, erlaubte verschiedene Einblicke aus Kundensicht: Zwar ist das Blumenfachgeschäft nach wie vor der bevorzugte Einkaufsort für Schnittblumen, jedoch erhalte gerade hier, wo der Kunde die größte Kompetenz erwartet, nur ein Drittel der Privatkunden BFH. Im branchenfremden Supermarkt hingegen bekommen laut Erhebung zwei Drittel der Käufer automatisch BFH mit dem Straußkauf.