TASPO GartenMarkt

Fünf Neuheiten als ADR-Rosen 2011 gekürt

Das Europa-Rosarium in Sangerhausen war im September 2011 Tagungsort der ADR-Prüfer (ADR =Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung). Ein Umfeld, das mit dem dort aufgepflanzten Rosensortiment den richtigen Rahmen für zukunftsorientierte Diskussionen darstellte und zugleich einen umfassenden Vergleich von Rosenneuheiten und den Züchtungsergebnissen der Vergangenheit ermöglichte, berichtet (Dr. Burkhard Spellerberg (Bundessortenamt Hannover), Sprecher des Arbeitskreises ADR in der aktuellen TASPO. Zentrales Thema der diesjährigen Zusammenkunft war die Verabschiedung eines gemeinsam erarbeiteten Leitfadens.

Er enthält laut Spellerberg die wichtigsten Eckpunkte und Inhalte der ADR-Rosenprüfung erstmals zusammenfasst. Der Leitfaden zur ADR-Rosenprüfung wird in Kürze im Internet auf der ADR-Homepage www.adr-rose.de veröffentlicht, auf der auch das aktuelle ADR-Sortiment in Wort und Bild jederzeit zugänglich ist. 

Mit dem neuen Leitfaden soll die Neuheitenprüfung für interessierte Rosenfreunde transparenter und nachvollziehbarer werden. Zur Prüfungsdurchführung enthält der Leitfaden beispielsweise Angaben zur Vorbereitung, zum Ablauf, zur Pflanzung oder den Standortbedingungen. Allen Beteiligten wird durch den Leitfaden nochmals ihre Verantwortung bewusster, was ADR bedeutet. Dies spiegelt sich auch im Punkt Abstimmungsverhalten wider. Hierzu ist festgelegt, dass bei der Abstimmung während der Prüfung namentlich festgehalten wird, welcher der elf Prüfgärten wie abgestimmt hat.


40 Neuheiten auf dem Prüfstand

Etwa 40 Rosenneuheiten standen in diesem Jahr, führt Spellerberg weiter aus, zur Bewertung an, deren Gartenwert und Verwendungsmerkmale über drei Jahre an bundesweit elf ADR-Standorten geprüft worden waren. Die Robustheit einer Rosensorte, das heißt ihr Verhalten gegenüber qualitätsrelevanten Schadorganismen, bildet bei der Bewertung immer ein besonderes Kriterium. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch die Blüte in Farbe und Form, der Duft, der Wuchs, die Winterhärte und der Gesamteindruck der ADR-Kandidatensorten entsprechend bewertet werden. In diesem Jahr konnte fünf Rosenneuheiten das begehrte ADR-Qualitätszeichen verliehen werden.
In dieser im Vergleich zu vergangenen Jahren relativ geringen Zahl spiegeltn sich die sehr widrigen Witterungsverhältnisse der vergangenen zwei Prüfungsjahre wider. Lange Regenphasen und ständige Nässe in beiden Sommern hätten sich letztendlich auch bei robusten Sorten negativ auf die Pflanzenentwicklung ausgewirkt. In der Abstimmung der elf Prüfungsgärten hätten viele Sorten das Prädikat, für das mindestens sieben Stimmen gebraucht werden, leider auch knapp verpasst.
(ts)