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GaLaBauReport: Auf Light and Building 2006 erwies sich Licht als Besuchermagnet

Mit einem unerwartet hohen zweistelligen Besucherzuwachs endete die vierte Light and Building in Frankfurt. Rund 2100 Aussteller und über 134000 Besucher zählte die Messe Frankfurt als Veranstalter, damit kamen rund 18000 Besucher mehr als noch zur Veranstaltung vor zwei Jahren. Der Internationalitätsgrad stieg auf 32 Prozent, jeder dritte Besucher kam damit aus dem Ausland. Auch für die Zukunft ist die Messe Frankfurt optimistisch: Das Potenzial sei noch lange nicht ausgereizt.

Thematisch deckte die Light and Building den gesamten Bereich der technischen Leuchten, der Gebäudeautomation, Lampen und Elektroinstallation, aber auch das Segment der dekorativen Leuchten im Innen- und Außenbereich ab. Für Besucher aus der grünen Branche dürften dabei vor allem die neuen Designentwicklungen der Leuchten von Interesse gewesen sein - und hierbei vor allem die Möglichkeiten, die sich durch die Weiterentwicklungen im LED-Bereich zeigen, die neben der Akzentbeleuchtung nun auch als alleinige Beleuchtungslösung eingesetzt wird.

Wild blinkende Lichterketten, ständig in der Farbe wechselnde Lichtflächen, daneben dezent indirekt beleuchtete Architekturelemente für Bars oder Cafés, für den Außenbereich klassische Poller aber auch Mast- und Bodenleuchten in LED-Technik mit höherer Lichtausbeute als bislang und wechselnden Farbeffekten - das Themenspektrum der Light and Building war umfassend und zeigte damit auch, dass die grüne Branche die Zusammenarbeit mit den Elektroexperten suchen muss, wenn sie das Thema Licht in Gärten und öffentlichen Anlagen für die Branche entwickeln möchte.

Denn der Markt zerfällt hier in zwei Bereiche: zum einen zeigten die Aussteller Lösungen für den Außenbereich, die steckerfertig für den Gartenbesitzer etwa über Baumärkte verkauft werden können, die aber in ihren gestalterischen Möglichkeiten naturgemäß begrenzt sind. Zum anderen waren hochprofessionelle Leuchtensysteme zu sehen, die gezielt das Aus- und Beleuchten von privaten und öffentlichen Anlagen und die Steuerung der Beleuchtung erlauben - die aber natürlich das Fachwissen der Elektrotechnik zwingend voraussetzen und die auch konzeptionell von Lichtplanern in Szene gesetzt werden müssen. Landschaftsarchitekten und Garten- und Landschaftsbauer können hier vor ihrem Hintergrund die Ziele definieren und Designwünsche formulieren - und sollten dann die Zusammenarbeit mit den Experten des Elektrohandwerks (und der Lichtplanung) suchen.

Ein komplett neues Thema erhielt die Light and Building in diesem Jahr mit der erstmals parallel stattfindenden ACS-Computersysteme im Bauwesen. Über 100 Aussteller präsentierten sich auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern brutto, die Zahl der Besucher ist im Vergleich zur Vorveranstaltung mit 5000 stabil geblieben. Gemeinsam mit der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) wird die Messe Frankfurt die ACS weiter ausbauen und sie 2008 wieder parallel zur Light and Building ausrichten.