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Gartencenter Ostmann: Kein Neubau in Vechta

Rainer Ostmann, Inhaber von fünf Gartencentern im norddeutschen Raum, darf derzeit seinen Standort in Vechta nicht in ein nahegelegenes Einkaufszentrum am attraktiven Standort Vechta-West umsiedeln und vergrößern. Stattdessen erhielten ein Unternehmer und Wohnmarktinhaber sowie ein Floristmeister aus Vechta den Zuschlag für diesen Standort, wie der Verwaltungsausschuss der Stadt Vechta entschied. Der Ausschuss hatte sich nach eigenen Angaben für eines unter drei eingereichten Konzepten entscheiden müssen, da Vechta laut einem Gutachten nur 3.500 Quadratmeter Verkaufsfläche im Garten- und Pflanzensegement zustehen, um nicht zu viel Kaufkraft aus dem Umland abzuziehen. 

Das Brisante an der Sache ist, dass Gutachter das Konzept von Ostmann im Vorfeld als bestes unter den drei Einreichungen beurteilt hatten. Für Ostmann ist die Entscheidung deshalb unverständlich und hat aus seiner Sicht eher parteipolitische Gründe. Auch alle drei Konzepte seien realisierbar gewesen: „Wir haben in Absprache mit dem Bürgermeister ein weiteres Gutachten erstellen lassen, das klar belegt, dass auch alle drei Projekte in Vechta verwirklicht werden können. Die angenommen Umsatzgrößen aus dem ersten Gutachten waren deutlich zu hoch angesetzt. Wir konnten dieses durch Zahlen, Fakten, Berechnungen des Marktvolumens mit realistischen Einzugsgebieten durch einen fachlich versierten Gutachter aus dem Gartencenterbereich belegen“, so Ostmann. Einstimmig sei die Entscheidung nicht gefallen, geben auch örtliche Politiker zu. Man sei geteilter Meinung gewesen, weil Ostmann von fachlicher Seite am besten aufgestellt sei. Ostmann selbst hofft deshalb, dass sich durch weitere geplante Gespräche das Blatt vielleicht doch noch zu seinen Gunsten wenden kann. (kla)