Gartenmarkt: „2021 hat die Erwartungen deutlich übertroffen“

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Im Eingangsbereich Nord der Koelnmesse trafen sich rund 130 Teilnehmer beim 21. IVG Medientag Garten. Fotos: IVG

Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause fand der 21. IVG Medientag Garten am 3. März wieder als Präsenzveranstaltung in Köln statt. Informiert wurde über kommende Produkt-Highlights, zudem präsentierte Handelsexperte Klaus Peter Teipel die vorläufigen Gartenmarkt-Zahlen für 2021 und schilderte, womit die Grüne Branche künftig rechnen kann.

Rund 130 Teilnehmer beim IVG Medientag Garten in Köln

Rund 130 Teilnehmer waren der Einladung des Industrieverbands Garten (IVG) zu dem unter hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards am 3. März in Köln stattfindenden IVG Medientag Garten gefolgt – Journalisten aus dem Online- und Print-Bereich, von Fach- und Endverbrauchermedien, Autoren, Fotografen sowie mehrere Garten-Blogger. Auf dem Gelände der Koelnmesse wurde ihnen von 35 Ausstellern aus den Bereichen Lebendes Grün, Forst-, Garten- und Rasenpflegegeräte, Pflanzenpflege, -ernährung und -gesundheit, Garten-Lifestyle, Substrate, Erden und Ausgangsstoffe ein Ausblick auf Produkt-Highlights des Gartenjahrs 2022 geboten, wie der IVG erklärt.

„Welchen Stellenwert der IVG Medientag Garten innerhalb der Grünen Branche hat, zeigt uns die Teilnehmerzahl seitens ausstellenden Firmen sowie der Fach- und Konsumenten-Presse. Trotz unsicherer Vorzeichen aufgrund der Pandemie haben es sich viele nicht nehmen lassen, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen“, so IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein.

Informativer Rück- und Ausblick von Branchenexperte Teipel

Neben der Gelegenheit, die Neuheiten der Hersteller hautnah und ohne Zeitdruck kennenlernen zu können, war sicher auch der Vortrag von Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, ein Grund für die zahlreichen Teilnehmer. Der renommierte Branchenanalyst stellte beim IVG Medientag Garten in seinem Vortrag „Quo vadis Gartenmarkt? Womit kann/muss die Branche nach dem Rekordjahr 2020 rechnen“ die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2021 vor und wagte einen Ausblick auf das laufende Gartenjahr (siehe Foto rechts).

Teipel wies laut IVG in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr zunächst darauf hin, dass die Aussichten für 2021 aufgrund der außergewöhnlichen Zuwächse im ersten Corona-Jahr zu Beginn eher verhalten ausgefallen waren. „Dennoch hat das Jahr die Erwartungen trotz Lockdown und einem verregneten Sommer deutlich übertroffen“, so der Handelsexperte. Selbst spürbare Preissteigerungen hätten die Nachfrage nach Garten-Sortimenten insgesamt nicht negativ beeinflussen können. Vielmehr wuchs der Gartenmarkt 2021 auf 21,2 Milliarden Euro an, was gegenüber dem Vorjahresumsatz von 20,9 Milliarden Euro ein Plus von 1,4 Prozent bedeute.

Deutliches Umsatzplus im Bereich Lebendes Grün

Leichte Verluste waren Teipel zufolge im vergangenen Jahr zwar in den Hartwaren-Segmenten, die aufgrund überdurchschnittlich hoher Verkaufszahlen in 2020 im Folgejahr Umsatzeinbußen von minus 3,6 Prozent hinnehmen mussten, sowie im Bereich biologisch-chemischer Bedarf (minus 3,2 Prozent) zu verzeichnen. Dafür habe der Bereich Lebendes Grün mit einem Plus von 5,9 Prozent gegenüber 2020 noch einmal deutlich zugelegt. „Insgesamt unterstreicht die Entwicklung die hohe Standfestigkeit und Stabilität des Marktes, der Stellenwert von Gartenprodukten bei den Verbrauchern ist ungebrochen hoch“, kommentierte Teipel die von ihm präsentierten Zahlen.

Prognose: Positiver Trend im Gartenmarkt hält an

Ob sich der „Gartenboom“, der nicht zuletzt Corona-bedingt in den vergangenen beiden Jahren zu beobachten war, auch über die Pandemie hinaus bemerkbar machen werden, bleibt Teipel zufolge noch abzuwarten. „Vieles spricht jedoch dafür, dass der Garten auch in Zukunft einen besonderen Stellenwert einnehmen wird“, so sein positiver Ausblick in die Zukunft. Weil das Thema Nachhaltigkeit weiterhin im Trend liege, entdecke auch die junge Generation im Kontext von Klimaveränderung und Umweltschutz-Diskussionen das Thema Pflanzen und Garten für sich. Und auch die Idee des „Social Gardening“ mit Klein- und Schrebergärten sei in urbanen Räumen weiter auf dem Vormarsch. „Auf lange Sicht werden strukturelle Veränderungen den Markt prägen, doch der positive Trend wird anhalten“, lautete deshalb Teipels Fazit für die Zukunft.

► Mehr zum IVG Medientag Garten lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von TASPO GartenMarkt.