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Gartenmarkt: Bewässerung und Gartenmöbel legen zu

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Gartenmöbel und Produkte rund um die Bewässerung waren 2018 die großen Gewinner im Gartenmarkt. So legte der Umsatz mit Gartenstühlen, Liegen und Co. laut einer Studie des IFH Köln um vier Prozent zu. Das Marktvolumen für Gartenschläuche, Teichfolien und Co. stieg sogar um knapp sechs Prozent.

Gartenmöbel aus Metall gewinnen gegenüber solchen aus Kunststoff an Beliebtheit. Foto: Pixabay

Trockener Sommer kurbelt Umsatz mit Bewässerungsprodukten an

Insgesamt 680 Millionen Euro gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr für Produkte aus dem Segment „Wasser im Garten“ aus, belegt der neue Branchenfokus von IFH und Industrieverband Garten (IVG). Pro Einwohner der BRD waren das rein rechnerisch 8,26 Euro für Teichfolien, Gartenschläuche, Bewässerungspumpen und Co.

Grund für das erfreuliche Marktwachstum dürfte vor allem der Niederschlagsmangel im vergangenen Jahrhundertsommer gewesen sein. Entsprechend entwickelte sich der Studie zufolge insbesondere der Bereich Gartenbewässerung gut und war 2018 deutlich umsatzstärker als Teiche, die zweite Hauptwarengruppe im Segment „Wasser im Garten“.

Knapp 90 Prozent der Umsätze im vergangenen Jahr wurden laut IFH über die drei wichtigsten Distributionskanäle – Fachgartencenter, Bau-/Heimwerkermärkte sowie Handwerk/GaLaBau – generiert.

Garten- und Balkonmöbel für knapp 1,3 Milliarden Euro umgesetzt

Ebenfalls vom vergangenen Jahrhundertsommer profitieren konnte der Markt für Garten- und Balkonmöbel, der gegenüber dem Vorjahr auf ein Umsatzvolumen von 1,27 Milliarden Euro wuchs (plus vier Prozent). Damit verfehlt der Markt den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2010 zwar um 1,5 Prozent, wie der neue „Branchenfokus Garten- und Balkonmöbel“ von IFH und IVG zeigt. Er liegt jedoch fünf Prozent über dem Durchschnittswert seit 2005.

Eine positive Entwicklung ist der Studie zufolge über alle Warengruppen hinweg zu verzeichnen. Als absolute Kassenschlager stellten sich im vergangenen Jahr jedoch Gartenschirme heraus mit einem Umsatzplus von 8,5 Prozent.

„Auch im gesamten Zeitraum von 2014 bis 2018 sind es die Gartenschirme, welche die positivste Entwicklung aufweisen. Gartenmöbel aus Kunststoff hingegen verfehlen den Umsatzwert aus dem Jahr 2014 deutlich und haben mit der steigenden Beliebtheit der Pendants aus Metall zu kämpfen“, erklärt Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln.

Möbelhäuser verdrängen Baumärkte von der Spitze

Eine Umverteilung war im Bereich Garten- und Balkonmöbel darüber hinaus bei den Vertriebswegen festzustellen. An der Spitze stehen hier aktuell die Möbelhäuser, die damit im vergangenen Jahr den Bau- und Heimwerkermärkte – die bisher die Distribution von Garten- und Balkonmöbeln anführten – den Rang abliefen.

Auch der Online-Handel gewinnt in diesem Segment und hat hier laut IFH im Vergleich zu anderen Warengruppen im Gartenmarkt die größte Bedeutung.