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Gartenmarkt leidet unter Trockenheit

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Eine aktuelle Umfrage des Industrieverband Garten (IVG) unter seinen rund 150 Mitgliedern ergab, dass die Stimmung innerhalb des Gartenmarktes zum bisherigen Saisonverlauf eher verhalten ist. Begründet wird das mit der anhaltenden Trockenheit und den Hitzerekorden des Jahres 2019.

Eine Umfrage des IVG zeigt, dass der Klimawandel die Stimmung in der Grünen Branche drückt. Foto: John Smith/ Fotolia

„Die anhaltende Trockenheit auch in diesem Jahr hinterlässt Spuren bei unseren Mitgliedern und drückt erneut auf die Stimmung“, sagt IVG Geschäftsführerin Anna Hackstein zu den Umfrageergebnissen. Zwar bewerteten rund 76 Prozent der befragten Marktteilnehmer die allgemeine Lage mit „gut“, verglichen mit vergangenen Jahren, herrsche allerdings gedrücktere Stimmung. Zurückgeführt wird das Ergebnis auf die anhaltende Trockenheit. Die ersten Monate waren 2019 zu trocken und auch die Niederschlagsmengen lagen deutlich unter dem vieljährigen Mittelwert. Hinzu kommen die Hitzerekorde des Sommers in Deutschland. In Lingen an der Ems wurde der Rekord seit Anbeginn der Temperaturaufzeichnungen mit 42,6 Grad gebrochen.

Geräte-, Pflanzenschutz- und Düngemittelhersteller leiden unter Hitze

Dieser Temperaturanstieg hat immer größere Auswirkungen auf den Gartenmarkt und betreffe dort laut IVG-Mitteilung besonders die Geräte-, Pflanzenschutz- und Düngemittelhersteller. Die Hitze zog die Menschen allerdings in die Gärten zu gemeinsamen Grillabenden, daher hatte der heiße Sommer auch positive Auswirkungen auf die Segmente Grillen, Gartenmöbel und Bewässerung. Elf Prozent der befragten Mitglieder bezeichnete die Saison mit „sehr gut“, im Gegensatz dazu waren es 2018 lediglich neun Prozent, die den Bestwert angaben. Von einer „guten“ Saison sprechen hingegen 38 Prozent. Hier lag der Wert 2018 mit 51 Prozent deutlich höher.

Klimaveränderungen ernst nehmen

Wie dem Ganzen entgegengewirkt werden könne und was geschehen müsse, um die Stimmung zu verbessern, da waren sich die Befragten relativ einig. Klimaveränderungen müssen ernst genommen werden, da die Grüne Brache seit jeher vom Wetter abhängig sei. Auch Nachhaltigkeit sein ein brandaktueller Trend, der die Branche bewegt. „Wir können die Augen nicht mehr vor den Klimaveränderungen verschließen. Die Grüne Branche setzt sich seit Jahren für ein stärkeres Umweltbewusstsein und mehr Nachhaltigkeit ein, gleiches erwarten wir auch von der Politik“, fordert Hackstein ein Umdenken.