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Gartensaison 2016: Lebendes Grün wächst

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Im Großen und Ganzen eher durchwachsen, doch beim Lebenden Grün, den Gartengeräten und der Gartenausstattung geht es steil bergauf. Das ist das Fazit von Johannes Welsch, Geschäftsführer des Industrieverband Garten (IVG), zur Gartensaison 2016.

Bei Lebendem Grün konnten die Gartencenter im ersten Halbjahr 2016 einen relativ großen Zuwachs verzeichnen. Foto: arinahabich/Fotolia

In diesem Jahr zeigte sich der Witterungsverlauf sehr untypisch. Gab es im Mai noch vergleichsweise viele Sonnenstunden, fielen die eigentlichen Sommermonate im Jahresdurchschnittsvergleich ab. Somit war nicht nur der Absatz in den wichtigen Frühlingswochen deutlich gestört, sondern auch die Torfrohstoffgewinnung während der wichtigen Sommermonate blieb europaweit hinter dem Durchschnitt der letzten Jahre zurück. Erst der September brachte ein länger anhaltendes Hoch.

Bau- und Heimwerkermärkte haben bei Dünger & Co. die Nase vor

Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung bei biologisch-chemischem Gartenbedarf zeigt: Größter Anbieter von Pflanzenschutzmitteln, Dünger und Blumenerden sind mit 35 Prozent nach wie vor die Bau- und Heimwerkermärkte, gefolgt vom Raiffeisen, Land- und sonstigem Handel mit 21,1 Prozent sowie den Fachgartencentern mit 18,2 Prozent. Alle weiteren Vertriebswege sind vergleichsweise abgeschlagen.

Ein Blick auf die Umsatzzahlen im Vertriebsweg Baumärkte zeigt, dass insbesondere die Segmente Lebendes Grün, Gartengeräte und Gartenausstattung in diesem Jahr trotz der vergleichsweise schlechten Wetterlage hinzugewinnen konnten. Welsch wertete dies als Indiz für den robusten Trend für das Thema Garten. Verluste gab es dagegen in den Bereichen Gartenmöbel und Gartenchemie/Erden/Saatgut.

Gartenchemie: Verluste vor allem beim Pflanzenschutzsortiment

Wobei die Verluste beim Bereich Gartenchemie nach Auskunft der IVG-Mitgliederabfrage besonders aus den Pflanzenschutzsortimenten herrühren. Fehlende Gelegenheiten zur Anwendung beziehungsweise der Ausbringung trotz hohem Befallsdruck in den Hobbygärten finden hier ihren Niederschlag. Auch dürfte die Debatte um Glyphosat hierzu beigetragen haben.

Auch die Gartencenter konnten die Entwicklung bestätigen und bei Lebendem Grün im ersten Halbjahr 2016 einen trotz widriger Witterung vergleichsweise großen Zuwachs verzeichnen.