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Gehölze im Container XXL – ein Hingucker für das Gartencenter Verfügbares Sortiment

Der Bedarf danach war eigentlich schon lange da: Die Rede ist von großen, repräsentativen Gehölzen im Container. Gartencenter können sie zur Warenpräsentation anbieten, denn „Groß verkauft Klein“ bekanntlich gut. Und anspruchsvolle Endkonsumenten bekommen damit neben dem fertigen Rollrasen auch gleich die fertige, große Gehölzbepflanzung für Terrasse oder Garten. Eine prima Produktidee also, die die Ammerländische Baumschule zu Jeddeloh (Edewecht) seit einiger Zeit im großen Stil anbietet.

„XXL“ heißen die winterharten Großpflanzen, die komplett im Container kultiviert werden. Die Produktionsmethode hat Jan-Dieter zu Jeddeloh bei Baumschulkollegen in den USA entdeckt und im eigenen Betrieb auf Testfeldern bis zur Serienreife verfeinert. 

Die Methode ist im Prinzip einfach, erfordert aber gute bauliche Vorbereitung und damit sicher auch eine stattliche Investition: Denn die 15-Liter- und 35-Liter-Container stehen als Doppelgefäß in einem zweiten, jeweils ebenso großen Container. Die Pflanzen wachsen darin im Freiland, komplett mit dem Fuß in den Boden abgesenkt – Bohrungen durch eine speziell angefertigte Maschine machen es möglich.

Durch einen Abstandhalter sind die Containerböden voneinander getrennt, um einen ausreichenden Wasserabfluss zu gewährleisten. Dazu wurden unter den gesamten Standreihen Dränageschläuche in kleinen Gräben verlegt. Die Bewässerung und Nachdüngung erfolgt Computer- und Bedarfsgesteuert über Tropfschläuche. Das überschüssige Wasser läuft vom Pflanzcontainer in den darunterstehenden Container und durch dessen Löcher zu den Dränagerohren. Sowohl die Container als auch die Stellflächen sind mit Pinienrinde abgedeckt - die Bestände sind so sauber und nahezu unkrautfrei. 

„Unsere Methode hat viele Vorteile“, erläutert Jan-Dieter zu Jeddeloh. Sie vereint viele Vorzüge der Container- und der Freilandkultur. Zum einen können die Pflanzen nicht vernässen – und die Container nicht umkippen. Zum anderen sind die Temperaturen im Container im Vergleich zur herkömmlichen Freilandproduktion niedriger und gleichmäßiger, da größere Temperaturschwankungen – Hitze, Frost – abgedämpft werden. Die Pflanzen wachsen entsprechend gut.

Als weiterer positiver „Nebeneffekt“ sind die Container der Pflanzen nur geringen Verschmutzungen ausgesetzt und gehen sehr sauber in den Verkauf. Eine so besondere Produktion erfordert natürlich auch einige Kulturanpassungen. Zu Jeddeloh verwendet weitestgehend dieselben Substratmischungen wie in der herkömmlichen Containerkultur von Gehölzen, mit etwas mehr Strukturanteilen, aber andere Dauerdünger.

„Wegen der niedrigeren Temperaturen im Wurzelraum brauchen wir Dünger, die schneller freisetzen“, erläutert zu Jeddeloh. Nachgedüngt wird flüssig. Die geringeren Temperaturschwankungen, weniger Hitze- und Trockenstress lassen die Pflanzen gesund und widerstandsfähig wachsen, so dass weniger Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich sind, sagt er. Eine Frostschutzberegnung ist auf der gesamten XXL-Fläche installiert - nur wenige, besonders empfindliche Pflanzen ziehen im Winter um. Im Sommer werden besonders hitzempfindliche Pflanzen wie einige Bambus-Arten mit Schattennetzen abgedeckt. 

„Uns ist das Qualitätsmanagement von der Jungpflanze an äußerst wichtig. Deshalb wachsen unsere XXL-Pflanzen vom Steckling an im Container und werden von Anfang an regelmäßig mit Schnittmaßnahmen in Form gebracht“, erläutert Geschäftsführer und Verkaufsleiter Rolf Watermann. Viel Handarbeit ist es, die zur Produktion der hochwertigen Ware eingesetzt wird. Die gleichmäßige Qualität im 20 Hektar großen XXL-Areal spricht für sich.

Dort verbringen die winterharten Gehölze eine ganze Vegetationsperiode, bis sie verkaufsreife Größe erlangt haben. Die Pflanzen stehen in großzügiger, gleichmäßiger Standweite. Artikel mit ähnlichen Verkaufs- oder Blühzeitfenstern stehen im Quartier zusammen, um die Logistik zu vereinfachen – und werden auch zusammen in regelmäßigen Wochenaktionen per Mail an den Kunden beworben. Derzeit liegt der Angebotsschwerpunkt beispielsweise auf großen, blühenden Hortensien, denen werden bald Gräser, Bambus und Ahorn folgen. 

Seit sechs Jahren testet zu Jeddeloh seine Anbaumethode, seit Anfang dieses Jahres ist das Sortiment umfangreich genug, um massiv in die Werbung für die XXL-Pflanzen einsteigen zu können. Mittlerweile verkauft die Baumschule ihre Container-Solitärs im In- und Ausland gut.

XXL-Pflanzen gibt es im 15-Liter-Container als Standardsortiment (siehe Kasten) und mit etwas eingegrenzterem Sortiment im 35-Liter-Container. Letzteres hat seine Schwerpunkte mehr im Nadelgehölz-Bereich, viele Fichten und Kiefern sind darunter, die vor allem Kunden aus Osteuropa schätzen. Abnehmer der XXL-Pflanzen sind Wiederverkäufer und große Gartencenter. Etwa zwei Drittel werden in Deutschland abgesetzt, ein Drittel exportiert – viel nach Nord- und Osteuropa, nach Österreich und in die Schweiz. 

Zu Jeddeloh verkauft die Großpflanzen auch in kleinen Stückzahlen – ein unbestreitbarer Vorteil für Gartencenter und GaLaBau-Betriebe. Geliefert wird in Deutschland ab einer Mindestmenge von zwei CC’s, die mit jeweils 14 Pflanzen besetzt sind. Für die Abnehmer ergibt sich so keine hohe Kapitalbindung, kein großes Risiko. Und ein Nachbestellen ist jederzeit möglich – die Baumschule liefert zweimal wöchentlich bundesweit per Lkw aus.

Verfügbar sind XXL-Pflanzen nahezu das ganze Jahr über – von Januar bis November. Die Großpflanzen benötigen im Gartencenter kaum Pflege, da sie mit ausreichend Depotdünger versorgt sind und dank des dauernden Wachstums im Container über ihr komplettes Wurzelwerk verfügen. Auf eine gute, regelmäßige Bewässerung ist deshalb aber unbedingt zu achten. XXL-Pflanzen können im Kundengarten gleich ausgepflanzt werden, das ist im Gegensatz zu Ballenware auch im Sommer möglich, oder noch eine Vegetationsperiode im Topf weiter wachsen. Sie sollten dann aber um- oder ausgepflanzt werden.

Preiseinstiegsartikel sind im Endverkauf schon für rund 40 Euro zu haben. Dem Preis sind je nach Art und Sorte nach oben kaum Grenzen gesetzt. Gartencenter können diese hochwertige Ware gut mit passendem Kübel oder schon darin eingepflanzt verkaufen, sie als hochwertige Deko-Objekte oder als Hingucker und Wegbereiter für den Absatz kleinerer Artikel einsetzen.

Laubgehölze C 15 XXL Acer, Amelanchier, Aristolochia, Aronia, Berberis, Betula, Buddleja, Callicarpa, Caly-canthus, Camelia, Campsis, Carpinus, Castanea, Ceanothus, Cercidiphyllum, Cercis, Chaenomeles, Cornus, Corylopsis, Corylus, Cotinus, Crataegus, Cytisus, Diervilla, Elaeagnus, Euonymus, Exochorda, Fagus, Forsythia, Gleditsia, Hamamelis, Hemerocallis, Hippophae, Hydrangea, Hibiscus, Ilex, Kalmia, Kerria, Kolkwitzia, Laburnum, Leucothoe, Ligustrum, Liquidambar, Liriodendron, Magnolia, Mahonia, Malus, Parrotia, Philadelphus, Photinia, Physocarpus, Pieris, Potentilla, Prunus, Pyrus, Quercus, Rhododendron, Rhus, Robinia, Salix, Sambucus, Säulenapfel, Säulenkirsche, Säulenpflaume, Sorbaria, Spiraea, Syringa, Tamarix, Ulmus, Vaccinium, Vibur-num, Vitis, Weigela, Wiste- ria Nadelgehölze C 15 XXL Abies, Cedrus, Chamaecyparis, Ginkgo, Juniperus, Metasequoia, Larix, Picea, Sequoiadendron, Taxodium, Taxus, Thuja, Tsuga Laubgehölze C 35 XXL Acer, Aesculus, Amelanchier, Betula, Buxus, Carpinus, Castanea, Cercis, Corylus, Crataegus, Fraxinus, Gleditsia, Ginkgo, Halesia, Hamamelis, Hydrangea, Ilex, Juglans, Laburnum, Liriodendron, Liquidambar, Magnolia, Malus, Morus, Rhododendron, Paulownia, Platanus, Populus, Prunus, Pyrus, Quercus, Robinia, Salix, Sophora, Sorbus, Syringa, Tilia, Ulmus, Viburnum Nadelgehölze C 35 XXL Abies, Cedrus,Juniperus,Metasequoia, Picea,Pinus, Taxodium, Thuja, Tsuga

Gräser C 15 XXL und C 35 XXL Cotaderia, Fargesia, Miscanthus.

(kla)