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Gemüse und Kräuter: Trend ungebrochen

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Der Trend zu Gemüse und Kräutern frisch aus dem eigenen Garten, von Balkon oder Terrasse ist beim Verbraucher ungebrochen. Auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen machten Besucher wieder „reiche Beute“ bei der Suche nach Neuheiten im Sortiment.

„Hippe Knollen“ von Volmary

Volmary stellte beispielsweise seine „Hippen Knollen“ vor, die in der Rubrik „Verborgene Schätze“ zusammengefasst werden. Ganz neu ist eine Spezialität aus Südamerika: Yacon (Smallanthus sonchifolius), die zur Familie der Asteraceae gehört und als Knolle optisch der Süßkartoffel ähnele, zeigte Raimund Schnecking von Volmary auf.

Der Geschmack erinnere an Birnen. Anders als ihr Aussehen vermuten lässt, schmecke die geschälte Wurzel süß, fruchtig und sehr frisch. Mit der Sorte ‘Inka’ bringt Volmary eine Yacon auf den Markt, die große fleischige Knollen produziere, die wie Möhren gelagert werden könnten und sich frisch für Salate eigneten, aber auch gekocht und gebraten verwendet werden könnten.

Bereits im vergangenen Jahr waren Süßkartoffeln ein Thema bei Volmary. Neu im Sortiment sind in der Serie Erato jetzt die Sorten ‘Gusto’ und ‘Pleno’. ‘Erato Gusto’ hat weißfleischige Knollen mit einer dekorativen lilafarbenen Schale und einer elliptischen Form. ‘Erato Pleno’ bringt länglich-zylindrische Knollen hervor und sei ideal für Süßkartoffel-Pommes geeignet.

Quedlinburger Saatgut mit neuem Pflanzkartoffel-Sortiment

Das neue Sortiment von Quedlinburger Saatgut bei Pflanzkartoffeln reicht von ‘Estima’ bis ‘Violetta’. Zehn verschiedene Sorten hat das Saatgutunternehmen nun zusammengefasst, darunter auch die 1870 bekannten Fingerlings-Pflanzkartoffeln ‘Bamberger Hörnchen’.

„Die Premium-Pflanzkartoffeln sind in einer Einheit von zehn Stück verpackt und können in einem entsprechenden Verkaufsregal angeboten werden“, erklärte der Firmensprecher in Essen. Von März bis Mai, die Bodentemperatur muss allerdings mindestens sieben Grad Celsius betragen, kann der Kunde pflanzen.

Neu bei Blu Blumen: Zitronentagetes

„Wenn‘s Blu ist, kann man‘s essen“, lautet das Motto bei Blu Blumen. Aus dem Naschlabor stellte André Segler auf der IPM einige Neuheiten vor, wie beispielsweise die Zitronentagetes (Tagetes lemmonnii compacta), die aus Nordmexiko stammt. Sie wächst in Höhen zwischen 1.500 und 2.500 Meter über N.N. und ist dort allgemein als Berg-Tagetes bekannt, so Segler. Sie bildet feinfiedriges, hocharomatisches Laub aus. Laub und Blüten sind essbar.

Das Aroma beschreibt Segler als eine Kombination aus Passionsfrucht, Zitrone und Minze. Ihr Wuchs ist 30 bis 40 Zentimeter hoch und aufrecht. Sie liebt sonnige bis vollsonnige Plätze und blüht mit gelb-orangen Blüten, die der Tagetes ähneln, im Herbst und Winter. Die Blüte wird durch kurze Tageslänge ausgelöst.

Die Zitronentagetes ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Eine Überwinterung im Haus ist problemlos möglich, so Segler. Sie treibt nach einem Rückschnitt sehr gut wieder aus. Es eigne sich ein normaler Gartenboden, der gut durchlässig ist und keine Staunässe zulässt. Die Pflanze bevorzugt frische Böden, die nicht unbedingt austrocknen sollten. Je nach Standort und Temperatur ist regelmäßig zu wässern. Übrigens ist die Zitronentagetes robuster als die Lakritztagetes, informiert Segler.

Schmackhaft und intensiv: Zitronenkraut

Das neue afrikanische Zitronenkraut (Satureja biflora) stammt ursprünglich aus Südafrika. Die thymianähnlichen Blätter überraschen mit einem sehr intensiven Zitronenaroma. In der Küche finde es als Gewürz für Geflügel- und Fischgerichte seinen Einsatz. Ebenso sei es ideal für Süßspeisen und Desserts und eigne sich mit seiner intensiven Note für schmackhafte Teemischungen.

Das Afrikanische Zitronenkraut kann an sonnigen bis voll-sonnigen Plätzen – auch im Topf oder Kübel – kultiviert werden, es empfiehlt sich sandiger, stark durchlässiger Boden. Die Pflanze wird 20 bis 30 Zentimeter hoch und blüht zwischen Juni und August mit kleinen, weißen Blüten. Sie ist mehrjährig, aber nicht winterhart und kann im Haus bei mindestens zehn Grad Celsius (bei mäßigem Gießen) überwintert werden.

„Beim afrikanischen Zitronenkraut sollte man öfters die Triebspitzen ernten, damit die Pflanze einen runden, buschigen Wuchs erhält“, so der Tipp von Segler.