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Gerjet de Wall übernimmt Kuhlmann

Neu eröffnet wird am 18. März 2011 die ehemalige Gärtnerei Kuhlmann im ostfriesischen Ihlowerfehn. Der vor allem auch für seine Fuchsienausstellungen bekannte Gärtnereibetrieb, der ganze Busladungen an Besuchern anlockte, hatte im vergangenen Jahr aufgrund privater Umstände geschlossen.

Übernommen hat den rund 10.000 Quadratmeter, davon 4.500 Quadratmeter Unterglas-Fläche umfassenden Betrieb der gelernte Zierpflanzengärtner Gerjet de Wall, der im benachbarten Ort Großefehn schon seit einigen Jahren Pflanzenproduktion und -handel betreibt und bisher vor allem Wochenmärkte beschickte.

„Eigentlich schien uns der leer stehende Kuhlmann-Betrieb immer zu groß – aber meine Frau und mich hat das Objekt nicht losgelassen.“ Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Dr. Ahlers und Partner aus Greetsiel, die auch in der Sanierung von Gartenbaubetrieben erfahren ist, und mit Hilfe der IHK entwickelte der 36-jährige de Wall ein so gutes Konzept, dass es die Bank anstandslos finanzierte und hinter dem auch die Gemeinde voll steht.

Über lange Weile kann das Gärtnerehepaar, das kürzlich erst Nachwuchs bekam, nun nicht klagen. Gemeinsam mit sieben neuen, fest angestellten Mitarbeitern ist es gerade dabei, die Verkaufs- und Produktionsflächen aufzuräumen, damit die neu bestellten Jungpflanzen – von Frühjahrsblühen, Beet- und Balkonpflanzen über Sommerblüher, Rosen, Gräser bis hin zu Azerca-Kulturen – das Jahr über dort wachsen können.

Eine Erlebnisgärtnerei vom Feinsten soll es werden, in der die Kunden sich nicht nur davon überzeugen können, dass alles vor Ort wächst, sondern in der sie auch exklusive andere Artikel bekommen können, wie de Wall betont.

 

„Einfach etwas anderes bieten“

700 Quadratmeter der Unterglasflächen sollen Verkaufsfläche für besondere Gartenmöbel- und Accessoires werden: Skandinavisches Wohndesign, exklusive Möbel für den Außenbereich – das alles soll neben dem Schwerpunkt Pflanzen genauso zum Angebot gehören wie eine 500 Quadratmeter große Verkaufsfläche, auf der externe regionale Unternehmer sich präsentieren können – „vom Autohaus bis zum Springbrunnenanbieter“.

De Wall ist für alles, was zum Konzept passt, offen. „Einfach etwas anderes als andere in der Region“, soll das Gartencenter bieten. „Mein Ziel ist es, dass die Kundinnen vorne einkaufen, während die Männer hinten im Café ein Bier trinken und die Kinder in unserem 4.500 Quadratmeter großen Park spielen können“, erläutert de Wall sein Komplett-Konzept.

Den Gastronomiebereich mit 90 Sitzplätzen, den es schon in der Gärtnerei Kuhlmann gab, hat er an einen erfahrenen Gastronom aus der Region verpachtet, der hier mit „frischer Küche“ für Familien und Events wie „Brunch im Gewächshaus“ locken will. De Wall und seine Mitarbeiter sind damit ausschließlich für den Pflanzen- und Accessoire-Bereich zuständig sowie für Events und Marketing in diesem Bereich: So wird auf dem Platz vor der Gärtnerei ein Wochenmarkt angesiedelt, der am 24. März zum ersten Mal stattfindet.

Geplant sind auch diverse Events wie ein Sommerfest, ein Frühlings- oder Kürbisfest - teilweise auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ihlow. Besonders über einen alternativen Weihnachtsmarkt denkt de Wall nach – „weg vom Kommerziellen“, der die Besucher mit Highlights wie Stockbrotbacken verwöhnt. „Weihnachten sollen unsere Besucher wieder als Erlebnis wahrnehmen.“


Eröffnen mit „Open End“

Bis die Erlebnisgärtnerei mit ihrem neuem, regional betonten Namen „Friesengarten Ihlow“ Mitte März eröffnet, ist somit noch viel Vorbereitungsarbeit zu leisten.

Sein familienfreundliches Konzept möchte der Unternehmer schon bei der Eröffnung beweisen: „Wir laden erst ab 16 Uhr ein, wenn auch die Väter Feierabend haben – und schließen dann erst spät, mit Open End“, das von Kerzenschein erleuchtet sein wird. Als Höhepunkt zur Eröffnung hat sich de Walls Bekannte, die NDR-Floristin Imke Riedebusch, angekündigt.