TASPO GartenMarkt

Geschützte Produktion: drittes Roll-Air-Haus für Baumschule Diderk Heinje

Eine Fläche von 9.500 Quadratmeter umfasst die neue Roll-Air-Gewächshausanlage, die Hoffmann Gewächshausmontage (Papenburg) an die Baumschule Diderk Heinje übergeben hat. Das neue Gewächshaus ist modular aufgebaut und besteht aus 13 Doppelschiffen, jeweils 9,60 Meter breit und 76,50 Meter lang.

Roll-Air-Gewächshaus von Hoffmann Gewächshausmontage. Werkfoto

Roll-Air-Konzept: Pflanzen wachsen quasi unter Freilandbedingungen

Hoffmann ist bereits zum dritten Mal für Heinje aktiv geworden. Die Baumschule ist nach eigenen Angaben sehr zufrieden mit dem Roll-Air-Konzept von Rovero, bei dem die Pflanzen quasi unter Freilandbedingungen wachsen und aushärten können. Positive Effekte machten sich auch im Frühjahr bemerkbar, wenn Laubgehölze früher treiben und eher verkaufsfähig sind. Da meist höherwertige Gehölze auf den Flächen stehen, erspare sich die Baumschule das aufwendige Einräumen zum Überwintern im Herbst, das Dach werde einfach geschlossen.

Über vier je Schiff mittig platzierte Motoren für die Aufrolltechnik lasse sich das Dach beim Neubau ohne großen Schattenwurf bei entsprechender Witterung komplett öffnen, auch die Seitenwände ließen sich vollständig aufrollen. Wichtigster Aspekt für Heinje sei aber die gewonnene höhere Flexibilität. „Die Pflanzen aus dem Gewächshaus stehen jederzeit in absolut gleichmäßiger Qualität zur Verfügung. Das steigert die Lieferfähigkeit.

Roll-Air-Haus lässt sich unterteilen und separat steuern

Um für verschiedene Kulturen optimale Klimabedingungen zu schaffen, könne das Gewächshaus unterteilt und separat gesteuert werden. Das Öffnen von Dach, Seiten- und Zwischenwänden erfolge bei Heinje per Knopfdruck. „Auf eine automatische Öffnung mit Wetterstation hat Heinje Baumschulen bisher verzichtet“, so Rainer Hoffmann. Ein Nachrüsten sei aber jederzeit möglich.

Insgesamt stehen jetzt 22.000 Quadratmeter Gewächshaus vom Typ Roll-Air bei Heinje. Die ersten 5.000 Quadratmeter hatte Heinje 1999 gebaut, das zweite Haus folgte 2012. „Erst nach zehn Jahren mussten wir die Folie tauschen, an einen Motorwechsel kann ich mich gar nicht erinnern“, so Produktionsleiter Jörg Wittje.

Heinje nutze die Gewächshäuser das gesamte Jahr über. Im Frühjahr treibe die Baumschule die Pflanzen ohne Zusatzheizung im geschlossenen Gewächshaus vor und verlängere so den optimalen Verkaufszeitraum für Laubgehölze. Im Herbst profitieren früh-frostempfindliche Kulturen wie Pieris vom Ad-Hoc-Schließen des kompletten Gewächshauses. Im Winter bleibe das Gewächshaus geschlossen und werde mit einer Gasheizung je nach Kultur frostfrei oder um minus fünf Grad Celsius gehalten und zum Überwintern genutzt. (ts)

Mehr Infos gibt es auf der Webseite von Hoffmann Gewächshausmontage.