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Gewächshaus für das All

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Nicht mehr nur pure Science Fiction: Gewächshäuser im All. Amerikanische Wissenschaftler erforschen und testen derzeit das „lunar greenhouse“. Das Gewächshaus soll Weltraumpionieren die Selbstversorgung durch den Anbau von Pflanzen ermöglichen.

Foto: Screenshot Youtube

Lebenserhaltung im Gewächshaus auf dem Mond

Ausgangslage für das Projekt ist die Vision, dass die Menschheit eines Tages andere Planeten wie den Mond oder Mars besiedeln muss, um ihr Weiterbestehen zu sichern. Das lunar greenhouse fußt auf der Technologie Bioregenerativer Lebenserhaltender Systeme – Bioregenerative Life Support System (BLSS). Die Pflanzen werden auf hydroponischer Basis angebaut. Zusätzlich ist das Gewächshaus mit Systemen zur Wiederaufbereitung von Trinkwasser und Atemluft ausgestattet.  

Momentan experimentieren die Wissenschaftler der Universität von Arizona im Auftrag der amerikanischen Weltraumbehörde NASA mit dem hydroponischen Anbau auf einer Fläche von bis zu 20 Quadratmetern. In naher Zukunft möchte das Team die Fläche auf mindestens 50 Quadratmeter erhöhen, um so mehr Astronauten versorgen zu können.

Tageslichtbedingungen im lunar greenhouse

Die Gewächshauskonstruktion ist schlauchförmig, hermetisch abgeriegelt, fünf Meter lang und rund zwei Meter breit. Sechs spezielle, 1000 Watt starke Dampflampen stellen Tageslichtbedingungen her. Wie das Wissenschaftsmagazin Big Think berichtet, macht ein Wassertank unter dem Gewächshaus die Hydroponik möglich. Ein Netzwerk dünner Rohre verteilt das Wasser, welches zum Teil von den Pflanzen aufgenommen wird und zum Teil als Dampf wieder in die Atmospähre gepumpt wird. Der Dampf wird von Kollektoren aufgenommen und wieder zu Trinkwasser aufbereitet.

Ein lunar greenhouse kann momentan ein Crewmitglied mit Sauerstoff versorgen, während zwei Gewächshäuser für die Sicherstellung der Ernährung benötigt werden.

Um auch Nicht-Wissenschaftlern einen Blick in das Gewächshaus zu ermöglichen, haben die Forscher eine Webcam installiert.

Einen weiteren vertiefenden Blick gewährt das Forschungsinstitut in einem Videobeitrag.