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Gewächshausbau: Russisch-deutsches Großprojekt in Russland

Rabensteiner Gewächshausbau baut gemeinsam mit einer russischen Partnerfirma einen insgesamt zehn Hektar großen Gewächshauskomplex in der Nähe der Stadt Kursk im Westen Russlands. Ab kommendem Frühjahr soll dort Gemüse für den russischen Markt produziert werden. Der Komplex entsteht auf einem etwa 20 Hektar großen Gelände einer ehemaligen Kolchose.

Am Modell des Großprojekts (v. l.): Yuri Belikov (Direktor ZAO Kurskprompteplitsa), Andrej Medvedev (Direktor Seim Agro), Klaus Wierer (Geschäftsführer Rabensteiner), Vlada Belikova (ZAO Kurskprompteplitsa), Markus Kröss (Technischer Leiter Rabensteiner). Werkfoto

Rabensteiner hat dazu Ende Oktober mit dem russischen Gewächshausbau-Unternehmen ZAO Kurskprompteplitsa eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel sei, in Planung und Vertrieb zusammenzuarbeiten sowie in Projektabwicklung und Montage Synergien zu nutzen, so Markus Kröss, technischer Leiter bei Rabensteiner, auf Nachfrage der TASPO.

ZAO Kurskprompteplitsa baut auf demselben Gelände zurzeit eine Fertigungshalle. Die Firma stellt künftig Stahlteile und Gewächshauskomponenten her. Spezialteile, wie etwa Aluminiumprofile, fertigt und liefert Rabensteiner.

 
Gemüse- und Rosenproduktion
Geplant sind drei Bauabschnitte mit einer Gesamtfläche von zehn Hektar unter Glas. Derzeit werden die von Rabensteiner gefertigten Stahl- und Aluminiumteile des ersten vier Hektar großen Gewächshausblocks montiert.

Er soll im Frühjahr 2012 fertiggestellt sein und in Betrieb genommen werden. Zwei weitere Glashäuser sollen folgen (vier und zwei Hektar Gewächshausfläche). Insgesamt 250 Mitarbeiter soll der Komplex beschäftigen.

Kröss zufolge sollen für den russischen Markt Tomaten, Gurken, Salat und Erdbeeren produziert werden. Das kleinere Gewächshaus ist für die Rosenproduktion vorgesehen.

Betreiber der Produktionsgewächshäuser ist das russische Unternehmen Seim Agro. Es ist eine hundertprozentige Tochterfirma von ZAO Kurskprompteplitsa. 

Wachstumschancen im Osten
Der Gesamtkomplex soll als eine Art Schaugewächshaus oder Pilotprojekt für weitere Gewächshausprojekte in ganz Russland dienen. „Der russische Markt befindet sich in einer starken Wachstumsphase.

Die hohe Nachfrage an Gemüse wird zum größten Teil durch Importe gedeckt. Die Qualität und der Preis leiden unter den langen Transportwegen zum Verbraucher. Deshalb sehen wir hier ein großes Potenzial“, so Kröss in einer Unternehmensmitteilung.

Rabensteiner in Brixen ist zusammen mitden Tochterfirmen in Deutschland (Schorndorf) und in der Ukraine nach eigenen Angaben führend in der Planung und Herstellung von Gartencentern. Das Unternehmen möchte dieses Know-how auf den gesamten GUS-Markt ausdehnen, heißt es weiter.

„Der zunehmende Wohlstand wird von den Ballungszentren ausgehend auch die Nachfrage an Blumen und Zierpflanzen ankurbeln. Aus unserer Sicht ist es nur mit einem starken Partner vor Ort möglich, einen Markt wie den russischen zu bedienen, deshalb freuen wir uns auf diese Kooperation“, so Klaus Wierer, Geschäftsführer der Rabensteiner GmbH.

(ts/rh)