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Gewächshaustechnik: integrierte Klimalösungen

Das Kürzel eco steht bei Gakon mit Blick auf das eco-Gewächshaus für energy (Energie), climate (Klima) und optimised (optimiert). An IPM-Ständen von mehreren niederländischen Gewächshausherstellern kamen Entwicklungen zur Sprache, die auf Minimierung des Heizenergieeinsatzes ausgerichtet sind, auf Forschungen rund um das Thema „Geschlossenes Gewächshaus“ aufbauen und die Wärmetauschertechnik nutzen. 

Das Kürzel eco steht bei Gakon für energy, climate und optimiert. Foto: Edwin Hanselmann

Durch das Zusammenspiel integrierter Klimalösungen und optimaler Lichtausbeute lasse sich ein optimales Klima im Gewächshaus erzeugen, heißt es auf der Website von Gakon zum eco-Gewächshaus. Aufgebaut war auf der IPM hierzu eine 1,50 Meter breite Kabine, die längs des Gewächshausblockes platziert wird und von wo aus die Luft ins Gewächshaus geblasen wird. Herkömmliche Lüftungen kommen bei diesem Konzept nicht vor. Vielmehr erfolgt das Einblasen der Luft ins Gewächshaus durch doppelwandige Schläuche.

Von einem „umfassend konditionierten Gewächshaus“ spricht Certhon (NL-Poeldijk) mit Blick auf den neuen Gewächshaustyp „SuprimAir“. Von einem Frontfassaden-Korridor aus wird Außenluft oder Gewächshausluft angesaugt und durch Schläuche im Gewächshaus verteilt. Durch die Außenluft entsteht bei laufenden Ventilatoren ein Überdruck. In das System ist ein Heizblock integriert. Die Lüftungsfenster machen bei diesem System laut Angabe eines Firmensprechers nur etwa 15 Prozent der Lüftung eines herkömmlichen Venlo-Gewächshauses aus.

Wie ferner zu erfahren war, wurde ein Gewächshaus dieses Typs in Frankreich gebaut. Durch die Möglichkeiten gezielter Kühlung sei das System für warme Regionen besonders interessant. Anmerkung: Der Firmenname Certhon ist noch wenig bekannt; er entstand im Jahr 2011. Die Firmen Wilk van der Sande (technische Anlagen) und Bosch Inveka (Gewächshäuser) hatten sich vor acht Jahren vereint, bis zur Einführung der neuen Bezeichnung allerdings noch unter den vorherigen Namen firmiert. Bei der Präsentation auf der diesjährigen IPM wurde vor allem eine mit LED-Licht ausgestattete mobile Klimakammer gezeigt.

„Air & Energy“ heißt es bei Ammerlaan Construction. Das am Stand des Unternehmens aus dem niederländischen Horst angesprochene System basiert ebenfalls darauf, dass Luft über Folienschläuche eingeblasen wird. In den Schläuchen sind Wärmeabgabekörper. Schon mit einer geringen Vorlauftemperatur von 40 Grad – so wurde angemerkt – lasse sich eine beachtlich große Heizleistung realisieren. (eh)