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Greenpeace-Studie: viele Blumen & Zierpflanzen mit bienengefährdenden Stoffen belastet

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im Rahmen einer aktuellen Studie Blumen und Zierpflanzen aus Gartencentern, Bau- und Supermärkten auf bienengefährdende Stoffe untersucht. Drei Viertel der getesteten Pflanzen waren stark belastet, so das Ergebnis der jetzt veröffentlichten Greenpeace-Studie. 

Mit dem Titel Giftiger Garten Eden hat Greenpeace jetzt eine Zusammenfassung der Analyse der bienenschädlichen Pflanzenschutzmittel in Gartenpflanzen veröffentlicht. Foto: Greenpeace

Für die Studie hat Greenpeace in zehn europäischen Ländern 86 Proben von 35 Pflanzenarten genommen, darunter Hornveilchen, Vergissmeinnicht und Lavendel. „Hobbygärtner servieren Bienen und anderen Insekten ohne es zu wissen gefährliche Pestizidcocktails. Ihre Wirkung ist nicht einmal im Ansatz verstanden“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. „Gärten sollten für Bienen eine Oase abseits der Agrarindustrie sein – keine Gift-Bar.“

Wie die Labor-Analysen ergaben, weisen 98 Prozent der Blumen Pflanzenschutzmittel-Rückstände auf. Fast die Hälfte der Proben enthielten laut Greenpeace Rückstände aus der Gruppe der umstrittenen Neonicotinoide. Imidacloprid fand sich der Studie zufolge in 43 Prozent, Thiametoxam in 8 Prozent und Clothianidin in 7 Prozent der Blumen.

Greenpeace fordert daher von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, sich in Deutschland und der EU für den Schutz der Bienen einzusetzen.

Mehr zu der aktuellen Greenpeace-Studie lesen Sie in den TASPO Ausgaben 17/2014 und 18/2014. (ts)