TASPO GartenMarkt

Grillmarkt: trotz Kampfpreisen im Internet bestehen

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Wie begegne ich den Kampfpreisen im Internet beim Grillverkauf? Der neue TASPO GartenMarkt zeigt anhand verschiedener Best Practice-Beispiele auf, wie der grüne Fachhandel trotz der Preistransparenz im Internet beim Grillverkauf erfolgreich sein kann.

Auch wenn die großen Zuwachsraten im Grillmarkt vorbei sind, lässt sich mit Grillgeräten und insbesondere mit Zubehör immer noch Geld verdienen. Foto: Renate Veth

Die Umsatzkurve für den Grillgeräte-, -brennstoffe- und -zubehörmarkt beschreibt nach Zahlen des IfH (Institut für Handelsforschung Köln) seit nunmehr 2005 einen überaus positiven Verlauf und erweist sich damit bislang als der Markttreiber im Gartenmarkt schlechthin. Mit 1,7 Prozent fiel dies in den beiden vorangegangenen Jahren allerdings deutlich geringer aus als noch beispielsweise vor drei oder vier Jahren.

Grillmarkt: Zubehör gewinnt bei Umsatzanteilen immer stärker

Das bestätigt auch Branchenanalyst Klaus Peter Teipel: „Die großen Zuwachsraten im Grillmarkt sind vorbei. Bei den Umsatzanteilen gewinnt das Zubehör immer stärker.“ Die meisten Haushalte mit Garten oder Balkon hätten bereits einen Grill – zum anderen gebe es viele neue Anbieter, die sich zunehmend auf den Grillmarkt stürzen.

„Wenn man noch verdienen kann, dann rund um das Thema Grillen, weniger an den Geräten an sich“, glaubt der Experte. Die Konsolidierung bilde sich im Handel zurzeit darüber ab, dass der Flächenzuwachs mehr in Richtung Zubehör und weniger in Richtung Geräten stattfindet. Die Hersteller hätten darauf entsprechend mit einer größeren Range an Zubehörprodukten reagiert, die den Grillmarkt weiter befeuern soll.

Margen im Handel leiden auch durch Internetpreise

Die Margen im Handel leiden aber auch durch die Internetpreise. „Das Internet ist dann gefragt, wenn es um Marke geht“, so Teipel. Kunden, die sich für das Netz entscheiden, müssten aber in Kauf nehmen, dass Gewährleistung oder After-Sales-Services nicht so funktionieren wie im stationären Handel. Der Handel könne deshalb die Trumpfkarte Service und Events, Betreuung vor Ort noch viel stärker ausspielen.

Mit einer Verkaufsfläche von 250 Quadratmetern, eigenem Grillmeister und eigener Grillakademie ist das Bellandris Gartencenter Spiering als Weber Experience World Shop ausgezeichnet. Eine Marktsättigung ist für Inhaber Michael Spiering nicht in Sicht, der Frühlingsgrillstart vor drei Wochen war besser denn je. Vielmehr gebe es sowohl bei den Geräten als auch beim Zubehör noch eine Entwicklung nach oben.

Grills über Grillkurse und Seminare verkaufen

Der Trend gehe zum Zweitgrill und das Niveau des Barbecues, wie es die USA kenne, sei hierzulande noch lange nicht erreicht. Nach wie vor gebe es ein großes Interesse an Grillkursen und Seminaren, darüber ließen sich Grills verkaufen die „mehr können als nur eine Wurst zu braten“.

Vor allem aber wird der Preisvergleich im Internet offen angesprochen. Der Kunde checkt den Internetpreis über das WLAN im Gartencenter nicht selten gemeinsam mit dem Verkäufer, beide kommen darüber in den Dialog über die inkludierten Zusatzleistungen des Gartencenters. Jeder Grill ist vorrätig, der Kunde weiß, er kommt nicht umsonst und kann am gleichen Abend noch grillen.

Wie sich der Fachhandel außerdem gegen die Konkurrenz aus dem Netz behaupten kann und welche neuen Trends und Tendenzen es im Grillgeschäft 2016 gibt, lesen Sie in unserer großen Branchenumfrage in der April-Ausgabe des TASPO GartenMarkt, der am 8. April erscheint.