TASPO GartenMarkt

Grosshandel zufrieden: „Das war ein ordentlicher Muttertag“

„Die Erwartungen wurden erfüllt, unsere Mitglieder sind durch die Bank zufrieden“, so lässt sich aus Sicht des Verbandes des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels (Düsseldorf) das diesjährige Muttertagsgeschäft zusammenfassen. Wie es einer der Mitgliedsbetriebe formulierte: „Das war ein ordentlicher Muttertag.“

Dabei lagen die Umsatzmengen bei Schnittblumen in etwa auf Vorjahresniveau, erfuhr BGI-Geschäftsführer Frank Zeiler von seinen Mitgliedern. Nur in stark katholisch geprägten Regionen litt der Muttertags-Umsatz unter den teilweise noch stattfindenden Kommunions-Feierlichkeiten, die mancherorts Vorrang hatten. In diesen Gegenden konnte der Muttertags-Strauß dann auch schon einmal ganz entfallen.

Die Preise erreichten hier und da nicht die Höhe des Vorjahres. Dies lässt sich möglicherweise damit erklären, dass die Preise im Jahre 2010 wegen der Behinderung des Flugverkehrs durch den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull deutlich angestiegen waren. In diesem Jahr lagen sie wieder auf dem Niveau der Jahre vor dem Vulkanausbruch.

Spürbar war für den Groß- und Importhandel, dass das Beet- und Balkongeschäft schon voll im Gange ist und es zu Substitutionsgeschäften kam. Das heißt, dass der Blumenstrauß ersetzt wurde durch höherwertige Beet- und Balkonware oder Terrassenpflanzen. Auch kaufte der Einzelhandel verhaltener und kurzfristiger ein als in den Vorjahren. Erst kurz vor Muttertag selbst zog die Ordertätigkeit an. Gefreut hat sich der Handel über einen guten Nachverkauf am Montag nach dem eigentlichen Muttertagsgeschäft.

Für viel Gesprächsstoff sorgte in Fachkreisen der Artikel im Verbraucher-Magazin Öko-Test 5/2011, in dem Blumensträuße vornehmlich auf ihren Besatz mit Pflanzenschutzmitteln untersucht wurden. An allen Sträußen oder Bunden waren Pflanzenschutzmittel zu finden, so das Fazit – wir berichteten in TASPO 18/11.

Im Großhandel spielt das Thema jedoch noch keine große Rolle, erfuhr Frank Zeiler. Der Einzelhandel habe weder gezielt nach Ware mit bestimmten Labeln gefragt noch nach einer eventuellen Belastung mit Pflanzenschutzmitteln.