TASPO GartenMarkt

grün erleben: Neue Wege zum Kunden über Gastro & Events

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„Einkaufen wird immer mehr zur Freizeitbeschäftigung und Geschäfte übernehmen verstärkt soziale Funktionen als Treffpunkte für Menschen“, so Olaf Hohmann, Geschäftsleitung und Leiter des Forschungsbereichs Handelsgastronomie beim EHI. „Bewirtung ist deshalb für viele Händler Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, verbunden mit einer Investition in die Zukunft ihres Unternehmens“. Die Sagaflor- Marke grün erleben nimmt mit ihrem Gastronomie- und Eventkonzept  eine Vorreiterrolle in der grünen Branche ein. 

Das neue Gastronomie-Konzept von grün erleben ist mittlerweile an verschiedenen Standorten umgesetzt. Foto: grün erleben/Sagaflor

Restaurant-Konzept grün erleben: „Es muss auf die Marke einzahlen“

Das im vorigen Jahr auf der Garten- und Zooevent in Kassel vorgestellte grün erleben Gastronomie-Konzept wird mittlerweile umgesetzt und steht den Mitgliedern exklusiv zur Verfügung. Auf vier Eröffnungen und einen neuen Partner blickt die Systemgruppe in den ersten vier Monaten 2018 zurück. Gänsehautstimmung und eine extrem hohe Emotionalisierung in den Centern, „ist schon immer der Markenkern von grün erleben“, erklärt Markenleiter Carsten Markus gegenüber TASPO GartenMarkt.

Die Sagaflor Marke stellt Pflanzen in den Mittelpunkt des Sortiments. Jetzt wird das erfolgreiche Lebend-Grün Konzept mit kulinarischem Genuss und Workshops verknüpft. Genuss und Freizeitangebote tragen dazu bei, Kunden einen Grund zu geben, das stationäre Geschäft aufzusuchen statt auf digitalem Wege zu bestellen. Grün erleben geht allerdings noch einen Schritt weiter: Die Veranstaltungen sind auch online buchbar und binden den Kunden somit auf allen Kanälen an die Marke und vor allem an die jeweiligen Märkte. Auch das Kommunikationskonzept verknüpft Inhalte des Restaurant-Cafés mit dem Pflanzenangebot auf der Verkaufsfläche. Bei allem, so Markus, steht die Rückbindung zum „Star“, der Pflanze, im Vordergrund.

Expansion der Standorte – „grüne“ DNA wiederfinden

Die jüngsten Expansionstätigkeiten der langjährigen grün erleben Unternehmer bestätigt das grün erleben Markenkonzept. Carsten Markus, seit zwei Jahren alleiniger Markenleiter, feilt an einer extrem hohen Emotionalisierung der Verkaufsfläche, verknüpft mit standardisierten Prozesse für effiziente tägliche Abläufe. Ein von der Marke entwickeltes Zukunftskonzept war der Impuls für das neue Markenkonzept.

Durchaus unbequeme Fragen warf Markus in den Raum, als es ans Briefing der zur Umsetzung beauftragten Agentur ging, und mit denen sich diese auseinandersetzen musste, zum Beispiel: „Wann haben Gartencenter ihre schöne grüne DNA verloren?“ Fortan stand das Ziel, das echte Gärtnersein wiederzubeleben, auf der Agenda des relaunchten grün erleben Markenkerns. Unterstützt vom Fachbeirat, der sich aus sechs Gartencenterinhabern zusammensetzt, kam es in der Folge zu verschiedenen  Innovationsprozessen, die sich in den Neueröffnungen der letzten zwei Jahre abbildeten.

Marken-Relaunch

Jüngstes Produkt des Marken-Relaunches ist das Familienunternehmen Sauter. Es präsentiert in Lahr seine dritte Filiale. Familie Dauchenbeck eröffnete in Stein eine weitere Filiale. In Gauting und Sankt Augustin begeisterten die Gartencenter Kiefel und Breuer mit spektakulären Neu- oder Großumbauten im Februar und März. Grundsatz der Systemgruppe ist es trotz allen modernen Standards: „Leb deine Individualität aus!“ Jeder Partner ist dabei eingeladen, bewährte Leistungsmerkmale, zum Beispiel die aufgrund psychologischer Erkenntnisse gestaltete Kundenführung und Visualisierung der Verkaufsfläche zu übernehmen.

„Rot-Weiß und Schwarz-Gelb nehmen Menschen psychologisch am meisten wahr“, erklärt Markus. Und sie heben sich vor grünem Hintergrund am besten ab. Deshalb sind Wegweiser auf der Verkaufsfläche in Schwarz-Gelb gehalten. Die Zahl der Schrifttypen und  Banner sollte möglichst sparsam sein. Vielmehr sollten die Blicke der Kunden auf die Ebene der Pflanze gelenkt werden. „Den Himmel nur für die Highlights nutzen,“ empfiehlt der Einzelhandels-Experte. Viele  weitere  Inhalte sorgen bei grün erleben dafür, die theoretischen Ansätze des Neuromarketing in ein verständliches, für Gartencenter umsetzbares Konzept zu übersetzen.

Grün erleben setzt den Partner in Szene

„Stets wichtig ist das eigenständige Markenbild, das den Partner in Szene setzt“, unterstreicht Markus.  „Kompetenz  seit 1963 – wer über 45 Jahre am Markt ist, sollte diese Geschichte auch erzählen.“ Eine entsprechende Fotoauswahl beschreibt diese Story. „Es muss ein Fotograf sein der sie nach unseren Regeln umsetzt“, hebt Markus hervor.  Ob jemand seine lokale Trumpfkarte: „Ich gehe zu grün erleben Streb oder Buchwald“, oder die langjährige Geschichte erzählt: „Tradition aus Warendorf“ – es zahle alles auf die Marke ein.

Neu sei, dass sich die Zentrale um diese Dinge kümmere. „Wir kennen unsere Unternehmen“, sagt Markus. Bei Löwer war es die Story „Seit 1877“, die in nostalgischen Schwarz-Weiß Fotos erzählt wurde. Die Slogans und die Fotogeschichte werden zusammen mit dem Partner entwickelt und an das Storedesign angepasst.

Das Gastro-Konzept trägt die Gartencenter-Idee weiter

Das Gastrokonzept trägt die Idee des Gartencenters weiter, das beginnt beim Design mit den Abhängungen aus Holz und endet bei Synergien zwischen der Pflanze auf der Verkaufsfläche und im Restaurant. Speisekarte und Zeitungsbeilage sind typografisch in gleichem Look. Und auch der grün erleben Newsletter unterstützt das Konzept mit Angeboten aus der Gastronomie. Zur Aktion „Ingwerpflanze“ im Gartencenter den Ingwer-Tee im Café, das Rezept auf den Homepages sowie die passende Werbung in den Beilagen – da schließt sich der Kreis.

Mit Workshops werden aus Kunden Freunde und Fans 

„Workshops bringen wir auf  ein neues Niveau“, verspricht der Markenleiter. „Die inszenieren wir im Gartencenter als Top Event.“ Online gibt es einen Ticketshop, in dem der Kunde seine Tickets, auch für das Muttertagsfrühstück oder andere Gartencenter-Veranstaltungen  kaufen kann. Beliebt sind Workshop-Gutscheine als Geschenk. Die Anfragen der Gartencenter nach den Workshops sind nach Worten von Markus zurzeit größer als Promoter vorhanden sind, die den Workshop im jeweiligen Gartencenter moderieren.

Abgerundet wird der Bereich durch einen You Tube Kanal der sukzessiv mit Inhalten gefüllt wird. Auch hier steht der kreativ Umgang mit „grün“ im Vordergrund. „Ob Workshop oder You Tube, am Ende fordert grün erleben den Endverbraucher auf, die Ergebnisse über die sozialen Kanäle zu teilen“, erklärt Markus die Idee.  

Grün erleben Gruppe wächst organisch

Anfang des Jahres wuchs die grün erleben Standortanzahl mit Meyer’s Mühle in Norderstedt auf 87 an. Es sollen 2018 zwei weitere Neupartner folgen. Neben der Expansionstätigkeit steht vor allem die Entwicklung der bestehenden Märkte im Fokus. Bemerkenswert ist, das alle vier Neueröffnungen im ersten Halbjahr 2018 über eine außerordentliche Gastronomie verfügen, die aktiv in die Erlebnisqualität einzahlt.

„Mach‘ es so wie Stammtische, bring‘ die Leute zusammen, mach‘ es so, dass sie gerne ins Gartencenter kommen – und vergiss dabei nicht: Die Pflanze ist der Star“, rät Markus. Dann hebt sich das Gartencenter vom Wettbewerb, ob stationär oder online, ab.