TASPO GartenMarkt

Gute Stimmung auf der Baumschultechnik

Erneut hat die „Baumschultechnik 2006“ in Ellerhoop, Kreis Pinneberg, ihre Anziehungskraft bewiesen. 315 Aussteller machten sie zu einer der größten Technikmessen für Baumschulen in Europa. Rund 10 500 Besucher nutzten die Gelegenheit, am 17. und 18. August sowohl das Messegelände als auch die umliegenden Baumschulen aufzusuchen. Die Resonanz bei Veranstaltern und Besuchern sei sehr positiv gewesen, sagte Hendrik Averdieck vom Versuchs- und Beratungsring Baumschulen Schleswig-Holstein, dem Veranstalter der Messe. Einige Aussteller hätten sehr gute Aufträge geschrieben oder sogar direkt vor Ort verkauft, vor allem Maschinenhersteller und Zulieferer wie beispielsweise Substrat-Unternehmen. Sie freuten sich über das Fachpublikum, das mit Investitionsinteresse gekommen sei. Das Geschäft sei teilweise besser gelaufen als auf der IPM, hat Averdieck erfahren. An der Ausstellung waren erstmals auch Baumschulen beteiligt. 45 Betriebe zeigten Schwerpunkte und Highlights ihrer Sortimente, von der Jungpflanze über Bodendecker und dem wurzelnackten Blütenstrauch bis zum Solitär oder Alleebaum. Wer mehr über die Leistungsfähigkeit des Pinneberger Baumschulgebietes erfahren wollte, schloss sich einer der sechs Besichtigungsfahrten an. Arbeitssparende sowie umwelt- und ressourcenschonende Baumschultechnik aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Dänemark und neuerdings auch aus Polen stand im Mittelpunkt des Interesses. Insbesondere in den Bereichen Bewässerung, Rodung, Transport sowie Bodenbearbeitung, Pflanzung und Pflege, aber auch in der EDV gab es Neuheiten und Verbesserungen. Premierestart hatte ein Roboter, der Gehölze sortiert. Automatische Schleppersteuerungen per Kamera, Laser oder Satellit haben von der reinen Demoversion zunehmend an Gebrauchswert gewonnen, wovon sich die Besucher bei einer der mehrmals wiederholten Maschinenvorführungen überzeugen konnten. Im praktischen Einsatz waren außerdem Pflanz-, Häufel-, Spritz- und Bindemaschinen zu begutachten. Dieses Jahr fand die Veranstaltung erstmals auf dem Gelände des gerade neu entstandenen Gartenbauzentrums Ellerhoop statt. In kurzen Führungen konnten Interessierte Einblick in das neue Gebäude und seine Versuchseinrichtungen bekommen. Die Attraktivität der Messe hängt sicherlich auch mit dem niedrigen Standgeld zusammen: Im Freiland kostete ein fünf Meter langer und bis zehn Meter tiefer Messeplatz 280 Euro, bis zehn Meter Länge sind es 450 Euro. Für die Hallen war der Preis auf 350 Euro bei fünf Meter Länge und darüber pauschal mit 450 Euro festgesetzt.