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Heidelberger Freilandsichtung: ‘Diwali Mystery’ mit Höchstnote

Gezüchtet in Israel, benannt nach dem berühmten Lichterfest in Indien und nun Siegerin bei der sommerlichen Beet- und Balkonpflanzen-Sortenprüfung (Freiland) in Heidelberg: So weltumspannend präsentiert sich ‘Diwali Mystery’, die Chamaesyce hypericifolia-Züchtung von Danziger „Dan“ Flower Farm mit Sitz in Beit Dagan. Note 8,8 im Gesamteindruck und die Höchstnote 9,0 in der Kategorie „Reichblütigkeit“ machte Chamaesyce ‘Diwali Mystery’ zum Primus in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg, wo von Mitte Mai bis September 2011 mehr als 1.500 Beet- und Balkonpflanzensorten standen. 

So rund und reichblühend präsentierte sich die Klassenbeste im Sommer 2011: Chamaesyce ‘Diwali Mystery’. Foto: LVG Heidelberg/Rainer Koch

Diwali ist ein hinduistischer Feiertag, der den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit symbolisiert. Für das betreffende Lichterfest werden in Indien stets große Mengen an Lichterketten hergestellt. Das Züchtungshaus Danziger hat die Bezeichnung dieses Festes als Namen für seine Chamaesyce-Serie gewählt und eine der Sorten dieser Serie – ‘Diwali Mystery’ – erreichte in Heidelberg im Sommer 2011 die beste Bewertung unter den Beet- und Balkonpflanzen. Der Durchschnitt 8,8 im Gesamteindruck entstand durch Höchstnote 9 bei den Bewertungen im Juli, August und September sowie Note 8 im Juni. In der Kategorie Reichblütigkeit erreichte ‘Diwali Mystery’ die Höchstnote 9 bei allen vier Bewertungsgängen. Ergänzend zur Benotung gab es bei den einzelnen zu den in Kübeln ausgepflanzten ‘Diwali Mystery’ folgende Bemerkungen:

  • Im Juni dicht, rundlich, homogen;
  • Im Juni = kompakter als ‘Diamond Frost’, kein Laub über den Hochblättern;
  • Im Juli = Pflanzen der ‘Diwali Mystery’ wirken durch die neuen Hochblätter wie ein Brautschleier;
  • September = rund, gleichmäßig, ausgeglichen.

Bei einer Messung in Kalenderwoche 34 waren die ‘Diwali Mystery’ höher als die meisten anderen Chamaesyce hypericifolia-Sorten. Sie erreichten 51 Zentimeter. Insgesamt waren zwölf Sorten aus dieser Art beteiligt. Nur ‘Kilimanscharo’ (Einsender: Lazzeri) mit 52 Zentimeter und ‘Fizz Diamond’ (Kientzler) mit 55 Zentimeter waren noch höher. Dagegen fiel ‘Star Dust White Sparkle’ (Dümmen) durch besonders gedrungenen Wuchs auf: 18 Zentimeter Pflanzenhöhe!

Alle zwölf Chamaesyce-Sorten standen in der LVG Heidelberg den Sommer über in großen Kübeln. Hinter ‘Diwali Mystery’ – dem Primus – erhielt ‘Silverfog’ (Züchter: Leinert) die zweitbeste Bewertung: Note 8,3 im Gesamteindruck und Note 8,5 in der Reichblütigkeit. Zu dieser Sorte lobten die Versuchsansteller neben der sehr großen Reichblütigkeit auch den rundlichen Aufbau und die sehr gute Verzweigung.
Note 8,0 als Gesamteindrucks-Mittelwert schafften ‘Diwali Shower’ (Danziger), ‘The Bride’ (Grünewald), ‘Diamond Frost’ (Kientzler), ‘Kilimancharo’ (Lazzeri) und ‘Euphoric White’ (Syngenta/FloriPro). Hinsichtlich der Reichblütigkeit schaffte neben ‘Diwali Mystery’ auch eine zweite Sorte den Höchstwert 9,0 in allen vier Bewertungsgängen. Gemeint ist ‘Kilimancharo’ von Lazzeri.

Bei der Anzucht im Gewächshaus hatte ‘Diwali Mystery’ weniger überzeugt als später im Freiland: Note 6 im Gesamteindruck, vergleichbar mit Schulnote Befriedigend. Ausgangsmaterial waren unbewurzelte Stecklinge, in Kalenderwoche 5 getopft. Blühbeginn und damit Bewertungstermin bei der Vorkultur war in Kalenderwoche 12. Die am besten bewertete Chamaesyce-Sorte nach der Anzucht war ‘The Bride’ mit Note 9 im Gesamteindruck, gefolgt von einem Trio mit Note 8: ‘Kilimancharo’, Diamond Frost’, ‘Silverfog’.

Anmerkung: In der Übersicht der LVG Heidelberg ist Chamaesyce hypericifolia unter der im Handel verbreiteten Bezeichnung Euphorbia zu finden. (ts/eh)

Die ausführlichen Ergebnisse der Heidelberger Freilandsichtung lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 4/2012.