TASPO GartenMarkt

Heizöl gespart mit "Kaltkultur" der Primeln

Technikberater Jörg Simon vom Friedberger Gartenbau-Beratungsteam des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen spricht von "Energieeinsparung schechthin". Die Aussage zielt auf den Gartenbaubetrieb Kaufeld in Maintal-Wachenbuchen. Er entfernte dieses Jahr die Vegetationsheizung von seinen Stellflächen für Primeln und Violen, setzte also auf eine wahre "Kaltkultur". Die Primula vulgaris nehmen bei Kaufeld ("Maintal-Blumen") während des Winters gut 70 Prozent der 10000 Quadratmeter großen Gewächshausfläche ein. Dieser nahe Frankfurt angesiedelte Betrieb produziert etwa eine halbe Million Acaulis-Primeln. Bis zum Jahr 2005 setzte er auf frostfreie Kultur, wobei die Vegetationsheizschläuche für die entsprechende Wärme sorgten. Dieses Jahr ging Walter Kaufeld einen Schritt weiter: Weg mit den Schläuchen, an kalten Tagen und in kalten Nächten sollen die Primeln ruhig einfrieren! Unter Berücksichtigung bestimmter Maßnahmen - wie Schattierung der eingefrorenen Pflanzen sowie Anpassungen beim Bewässern und Düngen - erwies sich das Verfahren in diesem Betrieb als erfolgreich. Mehr dazu in TASPO 11/06.