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Heizwerk auf Brennstoff Miscanthus ausgerichtet

Seit fast 30 Jahren entwickelt die österreichische Firma Josef Binder innovative Biomasse-Feuerungsanlagen, wobei neben Holz auch andere Brennstoffe vorkommen. So erwähnt das Bärnbacher Unternehmen in ihrem zur IPM herausgegebenen Pressematerial unter anderem ein erstes Biomasse-Heizwerk in Österreich, das mit Miscanthus (Elefantengras) betrieben wird.

Die Wärmeerzeugung im Biomasse-Heizwerk Petzenkirchen erfolgt über eine Kesselanlage des Typs „BinderTSRF 300 KW“, speziell modifiziert für den Einsatz von Elefantengras. Eine Abgasreinigung ist integriert. Die Jahreswärmeabgabe beträgt etwa 1.200 Megawattstunden, der jährliche Brennstoffbedarf ungefähr 400 Tonnen Miscanthus, die Kohlendioxid-Einsparung etwa 400 Tonnen. Das betreffende Gras wächst auf rund 20 Hektar Ackerfläche im Umkreis von zehn Kilometern zum Heizwerk.

Binder ist weltweit tätig und hat im Laufe der 30 Jahre über 3.500 Biomasse-Anlagen installiert. Eine Broschüre des österreichischen Unternehmens beschreibt einige der Referenzprojekte und führt hierbei neben Beispielen aus anderen Branchen auch fünf Beispiele aus dem Gartenbau an. In zwei Fällen geht es hierbei um Gärtnereien in Deutschland:

  • Hans Fleischle in Murr (nahe Stuttgart), Produktion von Topf- und Kübelpflanzen für Fachhandel, 16.500 Quadratmeter Gewächshausfläche, Inbetriebnahme eines mit Pellets betriebenen Heizkessels RRK 640–850 mit Leistung von 800 Kilowatt, Inbetriebnahme im November 2005; durch die Anlage werden jährlich etwa 180.000 Liter Öl und 520.000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart;
  • Gartenbau Engels in Pulheim, 26.000 Quadratmeter Gewächshäuser, die im April 2009 in Betrieb genommene Heizanlage des Typs RRK/SFR-H 1200 verbrennt unter anderem Grobhackgut, Rinde, Strauchschnittgut, geschreddertes Altholz; jährliche Einsparung von etwa 420.000 Litern Öl und 1.220 Tonnen Kohlendioxid. (eh)