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Hochschule Osnabrück ist neuer Zineg-Projektpartner

Die Hochschule Osnabrück ist seit dem 1. Februar neuer Projektpartner des Forschungsverbundes Zineg (Zukunftsinitiative Niedrigenergie-Gewächshaus), teilt das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) mit. Als achter Forschungspartner unterstützt die Hochschule mit ihrem neuen Versuchsgewächshaus das Zineg-Projekt.

Osnabrücker Gewächshäuser testen das Einsparpotenzial von Wärmeschutzglas. Foto: Bettin

An insgesamt vier Standorten wird nun geforscht. Schwerpunktmäßig soll in Osnabrück eine hoch isolierende Gewächshaushülle mit spezieller Wärmeschutzverglasung geprüft werden. Rechnerisch ergebe sich bei einer Gewächshaus-Eindeckung mit Wärmeschutzglas ein Energieeinsparpotenzial von etwa 70 Prozent, so die Angaben.

Ziel ist die Pflanzenqualität unter Wärmeschutzglas zu ermitteln. Die Versuche leiten Prof. Dr. Andreas Bettin, Fachgebiet Zierpflanzenbau, und Dr. Hans-Peter Römer, Fachgebiet Technik im Gartenbau.

Im ersten Jahr sollen die Dichtigkeit der Versuchsgewächshäuser und der Einfluss durch die Eindeckung auf die Pflanzenqualität ermittelt werden.

Zur Prüfung der Lichtwirkung und des Energieverbrauchs hat das Forschungsteam die Kulturen Pelargonium und Impatiens der Neuguinea-Gruppe ausgewählt. Während Pelargonien einen hohen Lichtbedarf besitzen, sind die Lichtansprüche von Impatiens geringer. Außerdem besitzen beide Kulturen eine große Marktbedeutung. Praktiker sollen später eine ökonomische Bewertung vornehmen.

Im zweiten Jahr sollen im Versuchsgewächshaus ein ähnliches Lichtangebot und eine ähnliche Luftfeuchtigkeit wie im Referenzhaus angestrebt und der dafür notwendige Energiebedarf erfasst werden.

 

Anlage nach neuestem Stand

Nach vier Monaten Bauzeit wurde die insgesamt 300 Quadratmeter große Versuchsanlage Ende Februar 2011 in Betrieb genommen. Sie besteht aus zwei Gewächshäusern, einem mit Wärmeschutzverglasung und einem Referenzhaus nach dem heutigen Stand der Technik. Beide Häuser besitzen eine durchgängige Firstlüftung und eine zusätzliche Schattierung an der Stehwand.

Das Verbundvorhaben Zineg wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Unterstützung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Mehr unter www.zineg.de oder www.ktbl.de