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Horti Fair: Innovationspreise in vier Kategorien

Der neuen Segmentierung der Messe entsprechend gab es beim Horti Fair Innovation Award in diesem Jahr erstmals vier Kategorien statt wie bisher zwei. Aus 18 Nominierungen wählte die Fachjury die vier Gewinner aus. Gesamtsieger ist die Gerbera-Verarbeitungslinie "Ministar" von Havatec (NL-Noordwijkerhout) aus der Kategorie "Zulieferer". In der Kategorie "Technik" überzeugte das doppellagige Diaphragma-Schattiergewebe von Leen Huisman (NL-Maasland) die Jury. Es ermöglicht eine stufenlose Einstellung der Schattierintensität. Sieger in der Kategorie "Handel/Dienstleistungen" wurde der Mehrweg-Ladungsträger von K. G. van Vliet Handelsmij. (NL-Aalsmeer), in der Rubrik "Pflanzen" gewann die Mini-Salatgurke 'Cocktail Queen RZ' von Rijk Zwaan (NL-De Lier). Die Ausrichter des Award, die Horti Fair und der Fachverlag Reed Business Information, stellen dem Hauptgewinner Havatec ein Medienpaket im Wert von 10000 Euro zur Verfügung. Die modular aufgebaute "Ministar" vereinzelt die manuell eingehängten Gerberastiele automatisch und legt sie Stück für Stück auf ein Band ab. Im Weiteren fasst sie die Stiele sortiert zu Bündeln zusammen und bindet diese.

Die maximale Leistung (abhängig von der Bundgröße) gibt Havatec mit 7000 bis 8000 Stielen pro Stunde bei Einsatz von zwei Arbeitskräften oder mit 11500 Stielen bei drei Personen an. Laut Geschäftsführer Hans Valk lohnt sich der Einsatz einer "Ministar" ab einer Gerbera-Fläche von zwei Hektar. Eine komplette Linie kostet etwa 350000 Euro.

Die Maschine hat Havatec zusammen mit 30 Gärtnern entwickelt, die 85 Prozent der Entwicklungskosten getragen haben. Sie wollten damit angesichts hoher Löhne die Gerbera-Produktion in den Niederlanden sichern. Die Kosten refinanzieren sich über Lizenzgebühren, die beim Kauf einer "Ministar" fällig werden. Dabei zahlen die 30 beteiligten Gärtner acht Prozent, andere Käufer hingegen 20 Prozent, erläutert Valk. Das Prinzip der gemeinsamen Entwicklung von Maschinen zusammen mit Gärtnern sei bei Havatec üblich. Allerdings will Valk künftig seinen Kostenanteil steigern, um von den Lizenzeinnahmen mehr selber behalten zu können.