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Horti-Regio: Regional ausstellen - international handeln

Die Baumschulmesse Horti-Regio, am gleichen Standort wie die frühere Hortimundo, gibt sich weiterhin weltoffen. Gleich in acht Sprachen wirbt die Internetseite; Besucher aus Osteuropa wurden speziell eingeladen. Aus Polen, Tschechien und der Ukraine waren sie ins Dörfchen Leipheim gekommen. "Aus der Region - für die Region" steht zwar noch klar im Vordergrund der Baumschulmesse, doch der Blick richtet sich auch gen Osten: Auch auf Russisch, Polnisch, Ungarisch und Tschechisch finden sich die Informationen rund um die Messe im weltweiten Netz neben Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Vergangenen Donnerstag fand die Horti-Regio in der Baumschule Haage, wie zuvor auch die Hortimundo, bei strahlendem Sonnenschein statt. Als ein beachtliches Entrée bezeichnete die Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg die Homepage der Messe. Sie gebe einen sehr positiven, einladenden ersten Eindruck. Insgesamt sieht die Staatssekretärin einen wirtschaftlich starken Süden, in dem auch mittlere und kleine Betriebe zeigen, wie sie bestehen können. Auch und nicht zuletzt wegen der Präsenz der Großen. Dass die Konjunktur angesprungen ist, führte sie auch auf den Anstieg des privaten Konsums zurück. Der Süden biete den Baumschulen klassische Standortvorteile. Karl-Heinz Plum, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), betrachtet zuversichtlich die anspringende Konjunktur und damit Geschäftserfolge für die Baumschulen. "Nach lange zurückliegenden guten Ergebnissen in den 70er Jahren können wir jetzt erstmals wieder so richtig aufatmen", sagte er.

Diese verbesserte Stimmung am Markt sieht auch Hermann Haage von der gleichnamigen Baumschule, Standort der Horti-Regio. 164 Aussteller verzeichnete sie in diesem Jahr, so viele wie noch nie, so Haage, eine Rekordbeteiligung in einer Rekordzeit organisiert. Im Pflanzenbereich stammten die Baumschulen und Staudenproduzenten überwiegend aus den Gebieten Württemberg und Bayern. Viele überregionale Zulieferer und Dienstleister sowie Technikanbieter für die gesamte grüne Branche stellten ebenfalls aus. Sie belegten eine Fläche von rund 10000 Quadratmetern. Der erwartete Erfolg von "mehreren 1000" Besuchern dürfte nicht ganz eingetroffen sein. Um etwa 1700 liegt die Anzahl. Sehr zufrieden mit ihrer Messe zeigten sich Besucher wie Aussteller, dies nach Befragungen der Veranstalter. Weiteren Messen dieser Art, am Standort und alle zwei Jahre, dürfte so wohl nichts im Wege stehen.