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Husqvarna: 325 Jahre schwedische Ingenieurskunst

Husqvarna, Hersteller von Motorsägen für Forstwirtschaft, Landschaftspflege und Garten, feierte jetzt 325 Jahre schwedische Ingenieurskunst. Das Unternehmen begann als eine königliche Waffenfabrik an einem Wasserfall und hat sich bis heute zum Produzenten professioneller Motorsägen und Mähroboter entwickelt, blickt Kai Wärn, Vorstandsvorsitzender der Husqvarna Group, zurück. 

Die Husqvarna-Fabrikhalle um 1900. Werkfoto

Seit den Anfängen im Jahr 1689 hat Husqvarna – heute ein Teil der Husqvarna Group – ein breites Spektrum verschiedener Produkte hergestellt. Ausgezeichnete Ingenieurskunst, ein starker Unternehmergeist und eine Leidenschaft für Qualität haben laut Wärn immer wieder zu innovativen Lösungen geführt und das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte begleitet auf seinem Weg vom Produzenten von Waffen über Nähmaschinen, Herden und Motorrädern bis hin zu den heutigen Motorgeräten.

Im ausgehenden 17. Jahrhundert wüteten europaweit Kriege. Die Truppen des schwedischen Königs benötigten mehr Waffen. Für deren Herstellung wurde Wasserkraft als Energiequelle benötigt. Und so wurde 1689 bei den Wasserfällen von Huskvarna (damalige Schreibweise) in Südschweden eine Fabrik errichtet. Genau dort, wo auch heute noch eine Vielzahl der Produkte von Husqvarna hergestellt wird.

Als der Bedarf an Feuerwaffen zurückging, nutzte das Unternehmen seine technischen Fähigkeiten in der Feinmechanik, um auf andere Produkte auszuweichen. Es entstanden neue Produktionszweige wie für Nähmaschinen, Jagdwaffen, Holzöfen, Fleischwölfe, Fahrräder, Motorräder, Gasöfen und Mikrowellenherde, blickt Wärn zurück.

Die Erfahrung aus der Herstellung einer solchen Vielfalt verschiedener Erzeugnisse bildete eine wichtige Grundlage für die Entwicklung innovativer Produkte, die neue Wege beschritten und originelle Lösungen präsentierten. Dieses Denken über die etablierten Konzepte hinaus, so Wärn weiter, zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung der ersten Motorsäge von Husqvarna 1959.

Die zu dieser Zeit auf dem Markt befindlichen Motorsägen waren extrem laut. Husqvarna kam auf die Idee, die Auspufftechnik für Motorräder, die im eigenen Haus entwickelt wurde, auch für Motorsägen anzuwenden. Damit war die Husqvarna 90 nur halb so laut wie Wettbewerbsprodukte. Kurz drauf wurde diese Lösung durch neue Erfindungen ergänzt. Dazu gehörten auch ein Antivibrationssystem und die erste automatische Kettenbremse.

Im Laufe der Jahre habe Husqvarna seine Technologieführerschaft immer wieder durch wegweisende Weiterentwicklungen unter Beweis gestellt:

  • X-Torq: eine vorwiegend bei handgeführten Maschinen eingesetzte Technologie, die Kraftstoffverbrauch und Emissionswerte reduzieren;
  • AutoTune: ein technologischer und umwelttechnischer Durchbruch bei Profi-Motorsägen, der automatisch die Abgaswerte minimiert und gleichzeitig die Motorleistung optimiert;
  • akkubetriebene Trimmer, Heckenscheren und Motorsägen: gleiches Leistungsniveau wie vergleichbare benzinbetriebene Maschinen, dabei leicht und leise;
  • Mähroboter: leise und autonom arbeitend, geringer Energieverbrauch. (ts)