TASPO GartenMarkt

Ikea feilt an nachhaltigem Pflanzen-Label

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Ikea feilt an einem Konzept für ein eigenes Pflanzen-Label. Zusammen mit verschiedenen Umwelt-NGOs entwickelt das schwedische Möbelhaus eine eigene „Greener Plants“-Zertifizierung für das gesamte Pflanzen-Sortiment. Wir sprachen mit Marcus Schaaf, Ikea Purchasing Services, über die Strategie des Unternehmens, Interaktion mit der Produktion und Verbraucherwünsche bei der Nachhaltigkeit von Pflanzen.

Welche Strategie fahren Sie bei der Nachhaltigkeit speziell bei Pflanzen?

Die Ikea-Nachhaltigkeitsstrategie „People & Planet Positive“ hat ehrgeizige Ziele, um das Ikea-Geschäft, die Branchen der Ikea-Wertschöpfungskette und das Leben zu Hause für Menschen auf der ganzen Welt zu verändern. Wir wollen positive Auswirkungen auf Menschen und den Planeten haben. Es geht uns darum, wirtschaftliches Wachstum und positive soziale Auswirkungen mit Umweltschutz und Regeneration in Einklang zu bringen.

Unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen und -verpflichtungen sind für das Jahr 2030 festgelegt. Wir wollen unseren Klimafußabdruck reduzieren und klimapositiv sowie ein Kreislaufwirtschaftsunternehmen werden um mehr Menschen ein gesundes und nachhaltiges Leben zu Hause zu ermöglichen.

Als Ausgangspunkt für unseren Grünpflanzen-Einkauf haben wir einen hohen Fokus auf die Reduzierung der Umweltbelastung, insbesondere unseren CO2-Fußabdruck, Energie- und Wasserverbrauch und die Verwendung von Chemikalien. Ebenso wollen wir das Materialrecycling von Blumentöpfen stärken. Heute sind bereits mehr als 90 Prozent unserer Töpfe und Schalen aus recyceltem Kunststoff, und wir wollen in den nächsten Jahren 100 Prozent erreichen.

Wo sehen Sie möglicherweise noch Verbesserungspotenzial in der Interaktion zwischen Produktion und Handel?

Wir sehen die Notwendigkeit, gegenüber dem Kunden transparenter zu werden und Informationen über die Art der Produktion bereitzustellen. Wir sehen auch die Notwendigkeit, mehr mit den Kunden zu teilen, welche Schritte wir unternehmen, um nachhaltiger zu produzieren.

Wir haben ein laufendes Projekt, um Wege zu finden, wie unsere Lieferanten die CO2-Belastung durch den Rohstoffeinsatz und die Produktion reduzieren und minimieren können. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Umwelt-NGOs sind wir dabei, eine eigene Zertifizierung von „Greener Plants“ für unser gesamtes Sortiment zu erstellen.

Beispiele für die Nachhaltigkeitskriterien, die unsere Lieferanten erfüllen sollen, sind: Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Verwendung von Chemikalien. Dies beinhaltet auch Prozesse bei der Herstellung und Umstellung auf erneuerbare Kunststoffe in Töpfen und Schalen.

Wohin, glauben Sie, gehen die Wünsche des Verbrauchers?

Kunden haben den Wunsch, umweltfreundlichere Produkte zu erhalten und sie verlangen mehr Informationen über die Auswirkungen auf die Umwelt, damit sie selbst entscheiden können, ob sie ein Produkt kaufen möchten. Diesen Wunsch möchten wir erfüllen, indem wir transparenter werden, wie unsere Pflanzen produziert werden.

Weitere Statements zum Thema „Nachhaltigkeit bei Pflanzen“ finden Sie in unserer Branchen-Umfrage im aktuellen TASPO GartenMarkt, der am 6. Juli erscheint.