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INDEGA plant Neuausrichtung durch Zusammenschluss mit IVG

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Die INDEGA will sich mit dem Industrieverband Garten (IVG) zusammenschließen. Das hat das Präsidium der Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag in Braunschweig bekannt gegeben.

Stellen die Weichen für eine mögliche Zukunft mit dem IVG: INDEGA-Vizepräsident Wolfgang Kräss, Präsident Frank Lock und Schatzmeister Dr. Lutz Kraushaar. Foto: Daniela Sickinger

INDEGA: Neuausrichtung und Bündelung von Kräften

Mehrere Faktoren hatten das INDEGA-Präsidium demnach dazu bewogen, sich mit Blick auf die langfristige Zukunft des Unternehmerverbunds vorausschauend Gedanken über mögliche Partnerschaften mit anderen Verbänden zu machen, wie Präsident Frank Lock erläuterte.

Zum einen stehe die INDEGA mit rund 60 Mitgliedern heute auf einem stabilen finanziellen Fundament und ist im Exportgeschäft gut aufgestellt und weltweit aktiv. Trotzdem erfordere die sich verändernde Marktsituation der grünen Branche mittelfristig eine Neuausrichtung und Bündelung von Kräften.

Zum anderen habe sich die Mitgliederzahl in jüngerer Vergangenheit rückläufig entwickelt. Insgesamt 14 Mitglieder aus dem Bereich Gewächshaustechnik sind aus der INDEGA ausgetreten, unter anderem bedingt durch den Strukturwandel im Produktionsgartenbau und die Konzentration am deutschen Markt. Darüber hinaus zeichnen sich für Ende 2018 bereits jetzt mehrere Veränderungen im Präsidium der INDEGA ab, wie Lock darlegte.

IVG: weniger Lobbyismus – mehr Marktbearbeitung

Harald Braungardt – der unter anderem die Messeaktivitäten der Interessenvertretung  wesentlich verantwortet – beendet seine Tätigkeit als geschäftsführendes Präsidiumsmitglied. Und auch Vizepräsident Wolfgang Kräss habe bereits signalisiert, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Gespräche über eine mögliche Partnerschaft habe die INDEGA daraufhin zunächst mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) als Dachverband der grünen Branche und aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit beider Organisationen geführt. Als Interessenvertretung von Industrieunternehmen habe die INDEGA aber gleichzeitig nach marktorientierten Partnern gesucht – wie dem IVG, bei dem weniger der Lobbyismus im Vordergrund stehe, als vielmehr die Marktbearbeitung.

Während erster Sondierungsgespräche mit dem Industrieverband Garten wurden schnell „große Schnittmengen“ und Synergien mit der INDEGA deutlich, wie das Präsidium auf der Mitgliederversammlung ausführte.

Die Mitgliederversammlung erteilte Frank Lock und Harald Braungardt nach deren Ausführungen das Mandat für weitere Verhandlungen mit dem IVG. Kritische Punkte, die aus Sicht der INDEGA dabei zur Diskussion stehen, sind unter anderem der Grad der Autonomie nach einem Zusammenschluss sowie der Status von Dienstleistungsunternehmen, die dem IVG lediglich als Fördermitglieder beitreten können.