Infarm stellt neue Growing Center vor

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Mit der neuen Generation von Anbauzentren wolle Infarm noch effizeinter werden. Foto: Infarm/ diephotodesigner.de

Der Vertical Farming Spezialist Infarm hat kürzlich sein neues automatisiertes, modulares Growing Center mit hoher Kapazität vorgestellt. Laut eigener Aussage biete die lokale Farm samt Vertriebszentrum ein Ernteäquivalent von bis zu 10.000 Quadratmetern Ackerland und spare ein Vielfaches an Wasser und Energie.

Ressourcenschonend und ertragsreich

Ressourcenschonend und gleichzeitig ertragsreich zu sei, das ist die Vision des Berliner Unternehmens Infarm. Mit seinen neuen mit der Cloud verbundenen Growing Centern komme man seinem selbst auferlegten Ziel einen Schritt näher. Zu der Vision gehört der Aufbau eines globalen, vernetzten, nachhaltigen und hocheffizienten Farming-Ökosystems. Dafür stellte Infarm aktuell ein neues mit der Cloud verbundenes und ertragsstarkes Anbauzentrum vor. Dieses besteht aus selbstlernenden Farmen, die stetig den Ertrag, den Geschmack und den Nährwert der Pflanzen verbessern und gleichzeitig den Verbrauch natürlicher Ressourcen weiter reduzieren. Umgebungseinstellungen wie CO2, Temperatur, Licht, pH-Wert und Wachstumszyklen können über alle Farmen hinweg online eingestellt, überwacht und analysiert werden. Eines dieser Growing Center bestehe aus Dutzenden von modularen Anbaumodulen, die jeweils zwischen 10 und 18 Meter hoch sind, eine Grundfläche von 25 Quadratmetern einnehmen und den Ertrag von 10.000 Quadratmetern Ackerland liefern. Der Aufbau nehme laut Infarm lediglich sechs Wochen in Anspruch.

Neue Technologie spart bis zu 40 Prozent Energie

Daneben reduziere die Infarm-Technologie zudem auch den Wasserverbrauch drastisch. Laut Unternehmensaussage werden im Vergleich zur bodenbasierten Landwirtschaft bis zu 10 Millionen Liter Wasser pro Jahr eingespart. Auch gegenüber eigenen Infarm-Technologien seien die neuen Growing Center energieeffizienter und sparen bis zu 40 Prozent Energie im Vergleich zu früheren Technologien. Bis 2025 wolle man insgesamt 100 neue Growing Center errichten, was einer Fläche von rund 1,5 Millionen Quadratmeter Ackerland und der Produktion von 450 Millionen Pflanzen entspreche. Neben dem effizienten Wasser- und Energieverbrauch kommen auch Einsparungen im Bereich Transport hinzu und kein Einsatz chemischer Pestizide. Schon 2021 sollen in London, Paris, Kopenhagen, Toronto, Vancouver, Seattle und Tokio bereits 15 Growing Center entstehen.

„Lebensmittel für jeden und überall zugänglich machen“  

„Der Zugang zu frischen, lokalen und nachhaltigen Lebensmitteln ist eine wachsende Herausforderung, da sich die Menschen in die Städte verlagern und sich der Klimawandel beschleunigt. Heute erhöhen wir die Geschwindigkeit der Skalierung mit einer neuen Technologie, die es uns ermöglicht, ein Growing Center in jeder Stadt der Welt in einem Bruchteil der Zeit, des Platzes und der Kapitalinvestitionen der meisten groß angelegten Farming-Lösungen zu installieren. Sowohl die Farmen als auch die Software, die sie antreibt, wurden entwickelt, um frische Lebensmittel für jeden und überall zugänglich zu machen“, erklärt Erez Galonska, Mitgründer und CEO von Infarm. „Das gesamte Infarm-Netzwerk ist mit einem zentralen Farming Brain verbunden, das mehr als 50.000 Wachstums-, Farb- und Spektraldatenpunkte über die gesamte Lebensdauer einer Pflanze sammelt. Wir haben bis heute mehr als 300 Milliarden Datenpunkte in unserem Farming-Netzwerk gesammelt. Diese Daten ermöglichen es uns, unsere Anbaurezepte zu perfektionieren und den Ertrag, die Qualität und den Nährwert zu verbessern, während wir gleichzeitig den Produktionspreis stetig senken“, fügt dessen Bruder, Chief Technology Officer und ebenfalls Mitbegründer von Infarm Guy Galonska hinzu.

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