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Influencer-Marketing: Tipps & Tricks für Gartencenter

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Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder YouTube sind wichtige Instrumente für die Kommunikation von Unternehmen geworden. Weil oft die fachliche Expertise fehlt, wird die Zusammenarbeit mit sogenannten Influencern als Markenbotschaftern gesucht. Im Netz die für die eigene Zielgruppe passenden Partner zu finden, kann sich aber als schwierig erweisen.

Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Facebook sind eine ideale Plattform, um insbesondere jüngere Kunden anzusprechen. Foto: Pixabay

Reichweite alleine genügt nicht

Influencer ist nicht gleich Influencer, erklärt das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln im Zusammenhang mit seiner aktuellen Studie „Social Media im Handel – Bedeutung und Performancevergleich von Branchen“. Unternehmen, die mit Influencern kooperieren wollen, empfiehlt das IFH deshalb eine gute Vorbereitung.

Dazu gehört unter anderem die Erkenntnis, dass die Zusammenarbeit mit Influencern wie etwa Bloggern kein Selbstläufer ist und die Reichweite alleine noch keinen Marketing-Erfolg garantiert. Vielmehr komme es auf die Interaktion mit den Followern an. „Je höher die Interaktion, desto relevanter sind die Beiträge. Sind die Beiträge für die Follower nicht relevant, hilft eben auch keine hohe Reichweite“, so das IFH.

Mikro-Influencer oftmals authentischer

Mögliche Stolperfalle: Laut IFH deuten viele Follower bei gleichzeitig geringem Engagement des Influencers darauf hin, dass zumindest ein Teil der Anhängerschaft gekauft wurde. Sogenannte Mikro-Influencer mit geringerer, aber „organisch“ gewachsener Reichweite sind im Vergleich dazu authentischer, denn „die aufgebauten Beziehungen innerhalb der Followerschaft sind stärker und Empfehlungen erhalten daher eine stärkere Gewichtung“, erklärt das IFH.

Ein weiterer Punkt, den Unternehmen wie beispielsweise Gartencenter bei angedachten Kooperationen nicht unterschätzen dürfen, ist der Kostenfaktor – der sich oftmals anhand der Reichweite bemisst. „Für einen einzigen Post verlangen reichweitenstarke Influencer bei YouTube beispielsweise durchschnittlich 300.000 Dollar“, rechnet das IFH vor. Summen, die für kleinere Unternehmen kaum zu stemmen sind.

Influencer muss zur Marke passen

Ebenfalls wichtig: Der Influencer muss nicht nur bekannt sein, sondern auch zu den Inhalten und zur Zielgruppe der Marke oder des Produkts passen – nur so kann er diese laut IFH authentisch vermarkten. „Passt eine Marke nicht zum Influencer, wirkt sich die Kampagne womöglich imageschädigend auf die Marke oder das Produkt aus“, warnt das IFH.

Darüber hinaus können Unternehmen auch selbst zu Influencern werden – indem sie Social-Media-Kanäle selbst bespielen „und dort aktiv mit relevanten Inhalten bei ihren Kunden punkten. Durch erhöhtes Engagement und Interaktion mit der Community können Sie so Ihre Umsätze steigern“, stellt das IFH in Aussicht.

Influencer-Marketing Thema im Forum Gartencafé

Weitere Strategietipps für erfolgreiches Influencer-Marketing im Gartencenter verrät Sebastian Niemann, Head of Sales und Industry Specialist bei blogfoster, in seinem Vortrag auf der spoga+gafa im Forum Gartencafé. Dort spricht er am 4. September von 9:30 Uhr bis 9:45 Uhr im Rahmen des von TASPO GartenMarkt und der Koelnmesse erstellten Programms darüber, was nötig ist, um Influencer-Marketing sinnvoll, strategisch und messbar als Teil des Marketing-Mixes zu nutzen.

Ebenfalls am 4. September im Forum Gartencafé erklärt Carolin Engwert vom Gartenblog Hauptstadtgarten.de im Interview mit TASPO GartenMarkt von 12:30 Uhr bis 13 Uhr „Do’s und Don’ts in der Zusammenarbeit mit Bloggern & Co.“ und gibt Tipps für gelingende Kooperationen von Gartencentern und Influencern.