Initiative „Bienen füttern!“ erneut gestartet

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Die Branchenverbände unterstützen die BMEL-Initiative „Bienen füttern!“. Foto: Thomas Schiewer / Pixabay

Die Diskussionen abseits von Corona werden auch in diesem Jahr wieder vom Thema Biodiversität und Insektenfreundlichkeit von Pflanzen geprägt. Das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat daher auch 2020 wieder die Initiative „Bienen füttern!“ gestartet, um der Öffentlichkeit die Bedeutung von bienenfreundlichen Pflanzen zu vermitteln. Unterstützt wird die Initiative von den grünen Branchenverbänden.

Branchenverbände unterstützen Initiative

Die Branchenverbände BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten, Industrieverband Garten (IVG), Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und Zentralverband Gartenbau (ZVG) haben sich auch 2020 wieder dazu entschlossen, die Initiative „Bienen füttern!“ zu unterstützen. Ziel sei es, eine möglichst breite Öffentlichkeit über die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern zu informieren. Weiterhin sollen auch Tipps und Informationen zu bienenfreundlichen Pflanzen vermittelt werden. Neben Politik, Landwirtschaft, Kommunen und Unternehmen soll auch jeder Einzelne sensibilisiert werden, dass ein kleiner Beitrag zum Schutz der Bienen und anderer Bestäuber geleistet werden kann und das mit ganz einfachen Mitteln.

Hälfte der heimischen Wildbienen bedroht

Die Initiative richte sich demnach an jeden, der etwas für den Erhalt heimischer Wildbienenpopulationen tun möchte. Egal ob auf dem Balkon, im Garten, auf der Wiese oder dem Acker. Denn rund die Hälfte der heimischen Wildbienen seien laut Initiative bedroht. Doch nicht nur diese Arten sind rückläufig, es gehe auch um die Honigbiene, die nach der Obst- und Rapsblüte vielerorts zu wenig Nektar als Nahrungsquelle finde. Dabei tragen Honig-, Wildbienen und viele andere Insekten maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Sie bestäuben 80 Prozent aller Pflanzen und sorgen für eine große Auswahl an Obst, Gemüse und Blumen.

Bienenfreundliche Pflanzungen auf Karte eintragen

In diesem Jahr hat die Initiative eine interaktive Karte ins Leben gerufen. Auf der Homepage www.bienenfuettern.de ist jeder dazu aufgerufen, in einer Karte einzutragen, wo bienenfreundliche Pflanzen gepflanzt wurden. Zudem kann die Größe der Blühfläche mit angegeben werden und die verschiedenen Arten der angepflanzten Pflanzen. Die Initiative „Bienen füttern!“ wird über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) finanziert und in diesem Jahr von insgesamt sieben Partnern unterstützt, zu denen auch die Branchenverbände zählen, sowie der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 und der Deutsche Imkerbund.