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Insgesamt mehr Unfälle

Bundesweit registrierte die Gartenbau-Berufsgenossenschaft im Jahre 2006 insgesamt 44 710 gemeldete Unfälle mit 756 angezeigten Berufskrankheiten. Im Vergleich zum Jahr 2005 wurden 1,6 Prozent mehr Unfälle gemeldet.

Erfreulich ist allerdings der Rückgang bei den tödlichen Unfällen. Mit 14 Fällen wurde hier der niedrigste Wert seit über zehn Jahren erreicht. Von den tödlichen Unfällen ereigneten sich neun bei betrieblichen Tätigkeiten, drei auf dem Weg von oder zur Arbeit und zwei auf Betriebswegen. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle, das sind Arbeits- oder Wegeunfälle, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder zum Tod geführt haben, nahm um 3,1 Prozent auf 22578 zu. Damit bestätigt sich, dass der Beschäftigungszuwachs von sechs Prozent im Jahre 2006 sich auch im Unfallgeschehen niedergeschlagen hat.

Die Erhebungen des Unfallversicherungsträgers ergaben, dass noch immer trotz Rückgang menschliches Fehlverhalten, beispielsweise die Nichtbeachtung von Unfallverhütungsvorschriften, zu den meisten Unfallursachen zählt. Hatten in 2005 noch 82,8 Prozent der Unfälle menschenbezogene Ursachen, so waren es in 2006 nur noch 79,7 Prozent. Zugenommen haben dagegen die gegenstandsbezogenen Unfallursachen, das heißt, die im Gebrauch befindlichen Maschinen entsprachen nicht dem Stand der Technik, Anlege- und Mehrzweckleitern hielten nicht Stand, elektrische Heckenscheren zeigten lange Nachlaufzeiten und stellten somit eine erhöhte Unfallgefahr dar. Beim Betrachten der Unfallkosten und Entschädigungen wird die Schwere der Verletzungen erkennbar. Beispielsweise wurden in 2006 allein 2,45 Millionen Euro für 799 Leiterunfälle gezahlt. Jeder Leiterunfall kostet der Versichertengemeinschaft somit im Schnitt 3000 Euro. Im Vergleich hierzu die gemeldeten 110 Unfälle mit Baumaschinen: Hier wurden 1,1 Millionen Euro bezahlt, also im Schnitt 989 Euro pro Unfall.