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Internationaler Feldroboter-Wettbewerb

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Eine Anwendung, die den Kampf gegen den weltweiten Wassermangel in der Landwirtschaft unterstützen soll, zeigten Studenten der Hochschule Osnabrück beim Internationalen Feldroboter-Wettbewerb, der dieses Jahr in Slowenien ausgetragen wurde. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Arno Ruckelshausen stellte das neunköpfige Team einen Roboter vor, der selbstständig einen Bewässerungsschlauch in einer Reihenkultur verlegen kann.

18 Teams aus neun Ländern präsentierten ihre Feldroboter beim Field Robot Event 2015 in Slowenien. Foto: Hochschule Osnabrück

Platz 2 beim Internationalen Feldroboter-Wettbewerb

Die Osnabrücker Studenten belegten damit beim Internationalen Feldroboter-Wettbewerb den zweiten Platz in der Disziplin „Freestyle“. Der Jury imponierten die Idee, der Nutzen und die Performance der präsentierten Bewässerungstechnik. Gerade in trockenen Regionen der Erde müsse das Wasser genau an der Stelle ausgebracht werden, an der es benötigt wird, so die Begründung. Vor diesem Hintergrund stelle der Roboter der Osnabrücker Studenten eine gute Methode zur Wassereinsparung dar.

Grundlage des erfolgreichen Feldroboters „The Great Cornholio“ war die professionelle Roboterplattform VolksBot des Fraunhofer-Instituts, die mit verschiedenen optischen Sensoren wie Laserscanner und 3D-Kameras ausgestattet wurde. Als Software diente das weit verbreitete Framework ROS (Robot Operating System).

Gaststudent aus den USA im Team

Neben Kapitän Fabian Lankenau und seinen Kollegen Fabian Ellermann, Lukas Goll, Stefan Hellermann, Adrian Merrath, Andreas Trabhardt, Heiko Wilms und Oliver Wulfers – alle Bachelor- und Master-Studenten der Elektrotechnik, Informatik und Mechatronik – gehörte mit Peter Purnyn wie in den vergangenen Jahren wieder ein Gaststudent von der amerikanischen Drexel University Philadelphia zum Team der Hochschule Osnabrück.

„Peter Purnyn absolviert zurzeit ein halbjähriges Praktikum in unserem Labor für Optoelektronik. Er hat begeistert an der Entwicklung des Feldroboters mitgearbeitet“, erklärt Prof. Ruckelshausen. Sein Aufenthalt in Osnabrück kam mit Unterstützung des Hochschulkonsortiums UAS7 – einem Verbund der sieben größten und forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands, zu dem auch die Hochschule Osnabrück gehört, zustande.

Aufgaben mit Bezug zu landwirtschaftlichen Anwendungen

Der Internationale Feldroboter-Wettbewerb findet seit 2003 jährlich an unterschiedlichen Austragungsorten statt und wurde in diesem Jahr von der University of Maribor in Slowenien organisiert. 18 Studententeams aus neun Nationen traten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Zu den Aufgaben gehörte das Navigieren eines autonomen Roboters in einem Maisfeld sowie das Erkennen und Lokalisieren kranker Maispflanzen.

Zusätzlich mussten die kranken Pflanzen in dem zuvor kartierten Maisfeld markiert werden. Diese Aufgabe zeigte der Hochschule Osnabrück zufolge den starken Bezug zu landwirtschaftlichen Anwendungen: Mit einer sogenannten „Applikationskarte“ können Krankheitsherde in einem Feld punktuell behandelt werden, was zur Einsparung von Spritzmitteln und zur Ertragssteigerung führt.