TASPO GartenMarkt

Interview: smarter Garten als Verkaufschance?

, erstellt von

Das digitale Zeitalter hält Einzug in die Gartenanwendung. Doch wie leicht ist die Technik wirklich? Und kann man damit auch Geld verdienen? Wir fragten Heribert Wettels, Unternehmenssprecher Gardena, nach Details.

Das digitale Zeitalter hält Einzug in die Gartenanwendung. Was ist das Revolutionäre dabei?

Ich würde gar nicht von einer Revolution sprechen, sondern von einer konsequenten Evolution. Automatisch gesteuerte Bewässerungssysteme gibt es von Gardena bereits seit 1985. Und die Husqvarna Group, zu der Gardena gehört, bietet bereits seit über 20 Jahren, nämlich seit 1995, Mähroboter an. Da ist es nur folgerichtig, wenn diese Themen nun in einem System zusammenkommen.

(Anm. d. Red.: Gemeint ist das neue Gardena smart system für den automatischen Garten, das das Unternehmen jetzt in den Handel gebracht hat. Laut Firmenangabe verbindet es die vollautomatische Bewässerung und Rasenpflege in einer Anwendung.)

Inwieweit ist die digitale Technik, die so herrlich einfach erscheint, wirklich so leicht umsetzbar und damit auch ein Frauen- beziehungsweise Seniorenthema?

Das Gardena smart system lässt sich intuitiv einrichten und bedienen – hier funktioniert alles „out of the box“. Vertiefte technische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Aber es bietet leidenschaftlichen Gartenliebhabern über den smart-Sensor eine Menge Informationen. Diese kann auch das Gartencenter gemeinsam mit dem Kunden wiederum nutzen, um den Kunden basierend auf diesen Daten zu beraten, zum Beispiel was den idealen Standort und den Licht- und Wasserbedarf von Pflanzen angeht.

Wie lässt sich die neue Technik am besten verkaufen?

Das Gardena smart system hat bereits im Vorfeld über die Medien viel Aufmerksamkeit erhalten. Mit dem Start der Werbekampagne wird sich dies nochmals deutlich verstärken. Die Verbrauchernachfrage wird daher auf jeden Fall gegeben sein. Nun gilt es für den Handel, sich den modernen Systemen nicht zu verschließen, sondern auch hier Sortimentskompetenz zu beweisen. Dabei sollten weniger die technischen Einzelheiten, sondern die praktische Anwendung und der Nutzen im Vordergrund stehen.

Wie groß sollte eine Abteilung smart Garten sein?

Wir gehen davon aus, dass für jede Verkaufsstelle mindestens zwei Verkaufspersonen geschult sein sollten, sodass ständig ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen der Kunden zur Verfügung steht.

Das komplette Interview mit Heribert Wettels rund um den smarten Garten lesen Sie im aktuellen TASPO GartenMarkt, der am 11. März 2016 erschienen ist.