TASPO GartenMarkt

Interview: Warum nicht auch Blumen lernen?

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„Blumen im Lebensmitteleinzelhandel sind ein schlafender Riese“, meint Konrad Kreuzberg, Eigentümer dreier Edeka-Märkte in Koblenz und Neuwied. In seinem größten, mehrfach ausgezeichneten E-Center zeigt er, dass eine eigene Floristikabteilung im LEH funktioniert. TASPO GartenMarkt hat sich mit dem Experten unterhalten.

Konrad Kreuzberg in der Floristikabteilung seines seines E-Centers in Koblenz. Foto: Kreuzberg

Wie sind Sie darauf gekommen, Ihren außergewöhnlichen Blumenbereich aufzubauen?

Meine Schwiegereltern sind Gärtner aus Leidenschaft gewesen. Sie hatten selbst einen größeren Betrieb in Remagen, wo wir heute noch wohnen. Dort habe ich früher selbst schon Rosen entdornt. Die Daumen tun mir heute noch weh. Aber, ich habe mir gesagt: Wenn du selbst mal einen geeigneten Markt hast, dann kommt dort ein größerer Blumenmarkt hinein. Ich hatte Frische gelernt. Warum nicht auch Blumen lernen.

Sie führen eine aufwendige Floristik-Fachabteilung in Ihrem E-Center selbst. Wie funktioniert so etwas?

Mit den richtigen Mitarbeitern. Das sind bei uns Floristinnen und Floristen. Wir haben in den anderen Märkten jeweils ein bis zwei Mitarbeiter, die unser Gemüse betreuen. Allerdings sind diese auch affin für Blumen. Aber im Blumen-Shop haben wir vier Floristinnen.

Wir kaufen gebundene Ware, aber wir binden auch selbst. Das ist wichtig. Der Kunde soll dabei sein und sehen können, wenn Handwerk gelebt wird. Wo können wir das noch? Bei Blumen funktioniert das.

Wo würden Sie die Floristik beim Umsatz einordnen?

Blumen sind etwas anderes als Lebensmittel, aber sie sind mit einem großen Stellenwert einzuordnen. Bei Lebensmitteln gibt es Ostern und Weihnachten. Aber bei Blumen haben wir Valentin, Ostern, Muttertag sowie verschiedene andere Feste, die Sie selbst schaffen können. Und die wir – aufgrund unserer Größe – mit entsprechender Werbung bespielen können – vom Handzettel bis hin zum Radiospot.

Blumen haben bei uns ungefähr drei Prozent Anteil am Gesamtumsatz. Mit allen drei Märkten. Das beläuft sich auf etwa eine Million Euro – nur mit Blumen. Und wir wollen weiter aufbauen, beispielsweise Non-Food stärker in die Floristik einbinden. Da wird, speziell auf dem deutschen Markt, zukünftig noch einiges kommen.

Das komplette Interview mit Konrad Kreuzberg lesen Sie in der Mai-Ausgabe von TASPO GartenMarkt, die am 5. Mai erscheint.