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Invasive Neophyten: Kunden wildtierfreundliche heimische Arten anbieten

Die Nase juckt, die Augen brennen – nicht nur Allergiker leiden unter der Blüte der Beifuß-Ambrosie. Dieser „Einwanderer“ aus Nordamerika wurde mit Futtermitteln nach Deutschland eingeschleppt, seine Verbreitung erfolgt beinahe explosionsartig – und damit ist er nicht allein.

Empfohlen: Ribes nigrum. Foto: EwaStudio/Fotolia.com

In Deutschland gibt es rund 12.000 grüne Einwanderer-Arten, von denen 30 laut Bundesamt für Naturschutz als invasiv eingestuft wurden. Als invasiv wird ein „Neubürger“ bezeichnet, wenn er heimische Pflanzen verdrängt, Ökosysteme verändert oder gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden hervorruft. Trotzdem sind diese sogenannten invasiven Neo-phyten bei den meisten Hobbygärtnern – wohl aufgrund ihrer Schönheit – beliebt.

Die Deutsche Wildtier Stiftung spricht nun eine Warnung aus: Für unsere heimischen Wildtiere sind Neophyten kein idealer Lebensraum, einige Arten fügen der heimischen Fauna sogar Schaden zu. Es ist also Aufklärung gefragt. Denn mit Naturgärten aus heimischen Vogelschutzhecken, Stauden und Wildpflanzen können leicht kleine Wildtier-Paradiese vor der eigenen Haustür geschaffen werden, so die Stiftung. Solche Pflanzen böten Nahrung und Schutz für Säuger, Vögel und Insekten. Sträucher wie die Schwarze Johannisbeere seien obendrein Naschgärten für die Menschen.

Ein Nutzgarten mit einer Variation von Obstbaumsorten, kombiniert mit Stauden und Sträuchern, bereite also nicht nur Vögeln, Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Tieren eine Freude – er entspreche zudem auch dem aktuellen Selbstversorger-Trend. (ts)