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IPM 2014: Lehrschau zur Energiewende im Gartenbau

Die Lehrschau auf der IPM 2014 zeigt vom 28. bis 31. Januar in der „Green City“ (Halle 1a) am Stand des Infocenters Gartenbau innovative und zukunftsweisende Entwicklungen aus den Bereichen Energienutzung, Energieeffizienz und neue an die Energiekonzepte angepasste Kulturverfahren im Gartenbau. Der Forschungsverbund „Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus – ZINEG“ präsentiert seine Ergebnisse aus über vier Jahren Forschungsarbeit. 

Die Untersuchungen der Forschungsschwerpunkte „geschlossene Betriebsweise von Gewächshäusern“ aus Berlin, „maximale Wärmedämmung von Gewächshäusern“ aus Hannover, die „CO2-neutrale Energieversorgung von Gewächshäusern“ aus München und Neustadt an der Weinstraße und der Einsatz einer „Wärme-schutzverglasung“ aus Osnabrück zeigen, was im Bereich des Phytomonitorings, der Prozessdokumentation und der angepassten Pflanzenproduktion erreicht wurde.

Die Aufgabe der ökonomischen und ökologischen Begleitforschung im Rahmen des ZINEG-Projektes ist es, die technischen Lösungskonzepte für ein Niedrigenergie-Gewächshaus daraufhin zu überprüfen, ob und in welchem Umfang sie Beiträge für die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsbedingungen deutscher Unterglasbetriebe liefern. Der Wissenstransfer in die Praxis spielt dabei eine entscheidende Rolle. Auf der IPM bietet sich dem Gärtner die Möglichkeit, die ZINEG-Technologien mit bestehenden Produktionsgewächshäusern zu vergleichen und mit Experten zu diskutieren.

Von der Fachhochschule Erfurt werden die Projekte „Entwicklung von Latentwärmespeichern und Wärmesystemen für die effiziente Nutzung von Solarenergie unter Glas und Folie“ und „Innovative Klimatisierung von Gewächshäusern mit oberflächennaher Erdwärme“ präsentiert.

Die Lehr- und Versuchsanstalt Heidelberg informiert über den Wärmemengenbedarf in unterschiedlich isolierten Gewächshäusern. Vergleichend dargestellt wird das Öläquivalent pro Pflanze von Poinsettien, die in einem einfach verglasten Gewächshaus mit einem Energieschirm sowie in einem neu erbauten Energiegewächshaus mit Doppeleindeckung und doppeltem Energieschirm kultiviert wurden.

Sechs Nordsee-Anrainerstaaten haben sich im Rahmen des EU-INTERREG IVB-Projektes „Green-Growing“ zu einem transnationalen Bündnis zusammengeschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer gartenbaulichen Produktionsbetriebe langfristig zu stärken. Unter der Leitung der Universität Aarhus arbeiten acht Institutionen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Norwegen und Schweden vor allem an der Weiterentwicklung moderner Gewächshaus-Technologie. Das Ziel ist klar formuliert: die Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität des Unterglas-Anbaus. Als niedersächsische Projektpartner sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Hochschule Osnabrück beteiligt. Ein belgisches Niedrigenergiegewächshaus wird auf der Lehrschau vorgestellt.

Darüber hinaus wird das Energieportal 2014 in die Lehrschau integriert. Es bietet auf der Website bereits jetzt Informationen zu den ausgestellten Projekten. (zineg)