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IPM feiert Premiere auf dem chinesischen Markt

Mit 200 Ausstellern aus elf Nationen hat die IPM China Anfang Dezember in Foshan einen guten Start hingelegt. Rund 9000 Besucher nutzten die Gelegenheit, zwei Monate vor dem wichtigsten Blumenfest Chinas, dem Neujahrsfest, zur Information oder um zu ordern.

Mit von der Partie waren 16 deutsche Firmen, die das Angebot des deutschen Bundeslandwirtschaftsministeriums wahrnahmen und sich an einem Gemeinschaftsstand beteiligten. Durch die Wirtschaftsförderung des Ministeriums reduzierten sich die Standkosten auf 200 Euro pro Unternehmen. Dafür gab es einen Rundumservice, einschließlich Dolmetscher. Für die meisten beteiligten Unternehmen war es der erste Besuch in Südchina, Erfahrungen hatten einige schon mit Messebesuchen in Peking oder Shanghai gesammelt. Das Interesse an Jungpflanzen, technischer Beratung, aber auch an Substraten war groß. Ziel der deutschen Unternehmen war es, erste Kontakte zu finden oder bestehende zu vertiefen, um später mit einen vertrauenswürdigen Partner den Markt beliefern zu können.

Natürlich spielte insbesondere bei den Jungpflanzenanbietern und Pflanzenzüchtern die Lizenzproblematik eine entscheidende Rolle. Illegale Schwarzvermehrungen sind nicht zu verhindern, trotzdem bietet der chinesische Markt Chancen.

Gute Chancen sehen neben den Pflanzenleuten auch die Vertreter der Substratindustrie. „China ist zwar ein großes Land, aber qualitativ hochwertige Torfvorkommen gibt es hier nicht.“ Insofern mangele es an hochwertigen Substraten. Für Qualitätsware unerlässlich, zumal in Torfsubstrat exportiert werden darf. Mit deutschen und holländischen Anbietern ist die Konkurrenz aus Kanada mit im Rennen. Anfragen registrierten die Firmen sowohl für die Lieferung von Torf als auch nach fertigen Substraten.

Die IPM China ist die Fortsetzung einer schon bestehenden Veranstaltung, die die chinesischen Fachzeitschrift „China Flower and Gardening News“ bereits dreimal durchführte. Ursprünglich als reine Blumen- und Pflanzenveranstaltung für die Region gedacht, ist sie in den vergangenen zwei Jahren um den Bereich Gartenbaubedarfsartikel und Floristik erweitert worden. Im Bereich Floristik ist das Angebot allerdings noch sehr dürftig, was angesichts der Tatsache, dass viele Floristen-Bedarfsartikel in China produziert werden, etwas verwundert.

Die Zusammenarbeit mit der IPM Essen soll die Messe in Foshan über die Grenzen Chinas hinaus bekannt machen und alle drei Bereiche – Pflanzen, Technik und Floristik – beleben. Neben den 16 deutschen Firmen nahmen auch Unternehmen aus Holland, Dänemark, Belgien, Italien und den USA teil. Egon Galinnis, Geschäftsführer Messe Essen, ist mit dem ersten Export der Marke IPM durchaus zufrieden: „Es ist gelungen, eine Reihe unserer Aussteller aus Europa und USA nach China zu bringen und ihnen hier eine Geschäftsplattform zu öffnen.“ Zuden nutzte die IPM ihre Tochter in China natürlich intensiv, um für die Hauptveranstaltung in Essen zu werben.

Deutsche Teilnehmer: Am offiziellen deutschen Gemeinschaftsstand nahmen Ernst Benary Samenzucht, Brandkamp, Dieter Denzer Gartenbau, Eurofleurs, Floragard, Grünewald International, Gefoma, D. Heinje Baumschulen, die Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau (Indega), der Marktverband für Azaleen und Eriken, Ökotau Easy Green, die Baumschule A. Plattner, Stender AG, Step Systems und Terracult teil. Für floristische Standgestaltung sorgte der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) mit Annegret Petasch. Ihre floristischen Demonstrationen kamen beim chinesischen Publikum gut an.