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IVG Forum Gartenmarkt: Blick in die Zukunft des Gärtnerns

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„Aus Gärtnern wird Gardening“ – unter diesem Motto wagte das 10. IVG Forum Gartenmarkt in Düsseldorf einen Blick in die Zukunft des Gärtnerns. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete das Vortragsprogramm dabei Aspekte wie Digitalisierung, Online-Handel und Künstliche Intelligenz. Zudem stellten junge Start-up-Unternehmen ihre innovativen Geschäftsideen vor.

Gut besucht: Rund 280 Teilnehmer zählte das 10. IVG Forum Gartenmarkt im Düsseldorfer Maritim Hotel und damit 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Foto: IVG

Garten-Bloggerin rät: Online-Markt nicht nur „Laien“ überlassen

Garten-Bloggerin Silvia Appel – die im Netz als das „Garten Fräulein“ über das Gärtnern auf dem Balkon, der Fensterbank, in ihrem Garten oder im urbanen Gemeinschaftsgarten schreibt – eröffnete die Vortragsreihe auf dem 10. IVG Forum Gartenmarkt. Unter dem Titel „Der Garten im Netz – von Laien und Leidenschaft und wie sich das für das eigene Unternehmen nutzen lässt“ schilderte sie, wer den Grünen Markt derzeit online gekonnt bespielt und wie Firmen dieses Potenzial für sich nutzen können. Ihr Appell an die Zuhörer: neue Werbemöglichkeiten ausprobieren oder auch Kooperationen mit Bloggern eingehen, um den Markt nicht ausschließlich den „Laien“ zu überlassen.

„Durch Innovation den DIY-Onlinehandel revolutionieren“ empfahl anschließend Nils Kernchen, Head of Business Development Germany der Online-Plattform ManoMano. Kernchen schilderte, wie diese entstanden ist, wie sie als Vermittler zwischen Online-Händlern und Kunden fungiert und wie sich das Unternehmen im europäischen Heimwerker- und Gartenmarkt platziert. Dabei hob er noch einmal die Vorteile des Online-Handels wie Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, Lieferung nach Hause und Zeitersparnis hervor.

Künstliche Intelligenz und der „Gartenmarkt 2024“

Einen Ausblick, was die Zukunft bringen wird, wagten die „Zukunftstrainer“ Oliver Lucas und Ralph Hübner, die mit ihrer ecom consulting GmbH Unternehmen auf die Herausforderungen der digitalen Veränderungen vorbereiten. Mit ihrem Vortrag „Der Gartenmarkt 2024 – eine Retrospektive über die gestiegene (Digital-)Dynamik der letzten fünf Jahre“ zeigten sie die Chancen und Herausforderungen die Digitalisierung für den Grünen Markt und gaben Tipps, wie sich insbesondere Hersteller auf die kommenden Entwicklungen einstellen sollten.

Um „Künstliche Intelligenz: Fata Morgana oder Scheinriese?“ ging es im Vortrag von Reinhard Karger, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Anhand von Anwendungsszenarien für KI beantwortete er Fragen nach den hohen Erwartungen an die Technologie und wie wir mit ihrer Weiterentwicklung gesellschaftlich umgehen können. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, den Hype um Künstliche Intelligenz zu relativieren, die Hysterie zu reduzieren und stattdessen Innovationsklima zu fördern sowie Innovationsvorbehalte zu überwinden.

Start-ups der Branche präsentieren Pflanzensensoren und Co.

Im Anschluss stellten drei Start-up-Unternehmen den rund 280 Teilnehmern des IVG Forums Gartenmarkt jeweils ihre innovativen Geschäftsideen vor:

  • Claudia Nassif und Sylvie Basler von FYTA präsentierten ihren auf der diesjährigen spoga+gafa mit dem erstmals vergebenen Gardena garden award ausgezeichneten Pflanzensensor, der Pflanzenliebhaber bei der optimalen Pflege ihrer Pflanzen unterstützen soll.
  • Das Kompaktmodul einer „Fischproduktionsanlage für Jedermann“ zur Erzeugung von bedeutenden Proteinquellen wie Fisch, Garnelen oder Algen im urbanen Raum hatte Dr. Biniam Samuel von aquacubes dabei.
  • Seinen Renovierungsservice mit Festpreisgarantie Myster.de erläuterte Geschäftsführer Mirco Grübel. Auf dem Online-Portal können Kunden ihre gewünschten Materialen auswählen und im Raumplaner vorkonfigurieren sowie nach einer ersten Online-Preisindikation dann inklusive Handwerksleistung im Komplettpaket bestellen.

Bosbach beschließt IVG Forum Gartenmarkt mit europäischen Betrachtungen

Zum Abschluss des 10. IVG Forums Gartenmarkt beschäftigte sich der langjährige Vorsitzende des Bundestags- Innenausschusses Wolfgang Bosbach mit der Frage, was Europa zusammenhält. In Anbetracht der vielen bereits erreichten wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Erfolge müsse unser Kontinent eine starke Gemeinschaft wie bisher bleiben, um gegen die Veränderungen in der Welt bestehen zu können, lautete dabei sein Fazit.